Erfolgreicher Jobeinstieg in drei Monaten

Unter den 15- bis 34-Jährigen, die ihre Schulbildung bereits beendet haben, gelingt rund zwei Drittel der jungen Erwachsenen ein rascher Berufseinstieg, Männern häufiger als Frauen – diese doch recht überraschende Erkenntnis birgt eine neue Studie der Statistik Austria.

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Macht des Netzwerks

Als nützlich erweisen sich dabei vor allem soziale Netzwerke im Familien- und Bekanntenkreis, für 30% der Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger als die wichtigste Zugangsmöglichkeit in die erste stabile Beschäftigung.

Nahtloser Übergang

Für 65% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen vollzieht sich der Übergang von der Ausbildung in den ersten stabilen Job relativ nahtlos, der erste Job wurde noch während der Ausbildung oder maximal drei Monate nach Ausbildungsende begonnen

Männer sind schneller

Werden nur jene Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger betrachtet, deren Eintritt ins Erwerbsleben nicht bzw. nicht überwiegend durch den Präsenz- oder Zivildienst verzögert wird, so zeigt sich, dass Männern öfter ein schneller Berufseinstieg gelingt als Frauen.

Bildung bringt Erfolg

Die Probleme formal gering qualifizierter Jugendlicher, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, zeigen sich hier klar in der Tatsache, dass es nur jeder bzw. jedem Vierten aus dieser Gruppe gelingt, gleich nach der Schule einen ersten Job zu bekommen.

Startvorteil für “Inländer”

Für junge Erwachsene ohne österreichische Staatsbürgerschaft vollzieht sich der Berufseinstieg wesentlich seltener innerhalb der ersten drei Monate als bei Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft (40% im Vergleich zu 70%).

Offline oder online?

Neben dem bereits erwähnten sozialen Netz und einer früheren Tätigkeit in der selben Firma steht ein anderes Netz hoch im Kurs: das Internet bietet vielen den ersten Kontakt zu ihrer künftigen Firma. Auch Stellenausschreibungen in Zeitungen haben noch immer einen gewissen Stellenwert, speziell bei Studienabgängern.

Otti kommentiert:

Bewerben in der Zukunft

Früher wurden Bewerbungsdossiers ausschließlich per Post versandt. Mit dem Aufkommen der Job-Portale wurde der Bewerbungsvorgang sowohl für Stellensuchende wie auch Personalabteilungen deutlich erleichtert.

Online-Profile statt Attachments

Moderne Job-Portale erlauben es, seinen Lebenslauf online zu speichern. Dadurch können Bewerbungen auf einzelne Stelleninserate mit einigen Mausklicks erledigt werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass in fünf bis zehn Jahren Lebensläufe im Word- oder PDF-Format verschwunden sein werden und jeder Stellensuchende über ein Online-Profil verfügen wird.

Soziale Netzwerke gewinnen an Bedeutung

Soziale Netzwerke und Social Media im allgemeinen sind heute in aller Munde. Die in Europa bekanntesten Netzwerke sind XING und LinkedIn. XING ist vor allem im deutschsprachigen Raum mit 8 Millionen Benutzern vorne dabei, während LinkedIn mit 60 Millionen Teilnehmern international führend ist. Zum Vergleich: Facebook hat zur Zeit 400 Millionen und Twitter 150 Millionen User.

Die Rolle im Bewerbungsprozess

Wie bei allen sozialen Netzwerken geht es um Beziehungen, wobei in diesem Fall professionelle Interessen im Vordergrund stehen. Mit verhältnismäßig wenig Aufwand können Sie mit Arbeitskollegen und Geschäftspartnern Kontakte herstellen und pflegen.

Sie können ebenfalls Ihre Erfahrungen und Kompetenzen präsentieren und sich als Spezialist in Ihrem Gebiet positionieren. Vor allem Netzwerke wie XING oder LinkedIn spielen bei der Besetzung von Positionen eine immer größere Rolle.

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