Ausblick 2011

Es gilt als schwierig, gute Prognosen zu erstellen – speziell, wenn sie die Zukunft betreffen. Zum Jahresende werfen wir trotzdem gerne einen Blick in die Kristallkugel und bereiten uns auf kommende Trends und Ereignisse vor.

Arbeitslosigkeit sinkt weiter

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Eine aktuelle Arbeitsmarktprognose geht davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen im Jahr 2011 weiter sinken wird. Gesucht werden insbesondere qualifizierte Fachkräfte  in den Bereichen kaufmännische, technische und soziale Berufe, Tourismus- und Freizeitberufe sowie Beratungs-, Wissens- und Kreativberufe.

Das Leben wird nachhaltig

Die rasante Entwicklung neuer Technologien, zunehmend vernetzte Wertschöpfungsprozesse, hochflexible Arbeitsformen und die Notwendigkeit einer deutlich nachhaltigeren Lebensweise werden unser Leben und Arbeiten künftig rasant verändern.

Eine neue Wirtschaftsordnung

Eine neue globale Ordnung führt dazu, dass sich gewohnte Verhältnisse verschieben. Europa und Amerika als “Insel der Seligen” für die Wohlstandspriveligierten, umgeben von Armut – dieses Bild verändert  sich massiv. Das heißt auch, dass es zu Turbulenzen kommen wird, bis sich die neue Wirtschaftsordnung durchsetzt.

Bildung als Quell des Wohlstand

Europa und Österreich müssen lernen, auch Intelligenz- und Kreativitätspotenzial von außerhalb zu nützen und verstehen, dass wir dadurch Bildung, Gesellschaftsstrukturen, und Innovationskraft auf neue Höhen treiben können. So lässt sich unser Wohlstand halten.

Probleme, die uns plagen

2011 und darüber hinaus werden uns folgende Fragen sehr stark beschäftigen: Wird Arbeitskräftemangel statt Arbeitslosigkeit zum Hauptproblem der Industrienationen?  Wie findet und bindet man die besten Mitarbeiter? Müssen wir mit 70 immer noch arbeiten? Wie können sich  Unternehmen auf das Fehlen von Untervierzigjährigen ab 2020 schon jetzt vorbereiten?

Die Herausforderung annehmen

Diese Prozesse gilt es zu realisieren und aktiv mitzugestalten, um bereits heute die Weichen für die Zukunft zu stellen. Technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen wollen gleichermaßen berücksichtigt werden, wenn es darum geht, tragfähige Lösungsansätze für die neuen Herausforderungen zu erarbeiten. Auch eine schrumpfende Bevölkerung kann Ihre Produktivität steigern. Aber nur durch kreative und weniger durch wiederholende Produktionsprozesse!

Auswirkungen auf die Unternehmen

Im verschärften Wettbewerb kommt es immer mehr darauf an, die besten Köpfe einzustellen und Schlüsselpositionen mit den richtigen Leuten zu besetzen. Höchst relevant sind aus Unternehmenssicht außerdem Change Management, die Stärkung von Motivation und Engagement sowie Effizienzsteigerung.

Neue Zielgruppen entdecken

Die Bedeutung des Talent Managements steigt immer weiter. Aktuell haben die Unternehmen dabei besonders ihre internen Zielgruppen im Blick. Weil die Ressourcen am Arbeitsmarkt knapp werden, müssen Unternehmen mehr in die Entwicklung und Bindung ihrer Talente und Nachfolger investieren.

Zukunftsthema „Employer PR“

Als weiteres Zukunftsthema entdecken die Unternehmen derzeit „Employer PR“, also die Ansprache potenzieller Mitarbeiter durch PR-Maßnahmen. Ein Viertel erachtet diesen Bereich schon jetzt als sehr wichtig. Geschlagene 80 Prozent gehen davon aus, dass Employer PR 2015 eine sehr hohe Bedeutung haben wird.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Durch eine Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage entsteht ein Ungleichgewicht am Arbeitsmarkt: akuter Fachkräftemangel trifft auf ein Überangebot an unqualifizierten Arbeitskräften. Abhilfe kann nur eine Bildungsreform schaffen, welche einen “Dreiklang” aus Qualität (Output), Effizienz (Aufwand) und Ertrag herstellt und mehr aus dem inländischen Arbeitskräfte-Potenzial mehr für die Wirtschaft herausholen.

Worauf es in Österreich ankommt

Letztlich ist nicht die Anzahl, sondern das Bildungsniveau, der Gesundheitsstatus sowie die Qualifikation der Menschen entscheidend. Daher sind Budgetkürzungen bei Zukunftsthemen wie Bildung das falsche Signal. Auch Frauen müssen in Zukunft stärker beachtet und gefördert werden – von Kindertagesstätten über familienfreundlichere Unternehmen bis hin zu Job Sharing-Konzepten.

Ältere Arbeitnehmer als Ressource

Die konstant wachsende ältere Erwerbsgruppe bedeutet für Unternehmen, mittels einem speziellen Personalmanagement für Ältere, einer altersgerechten Arbeitswelt sowie Konzepten zur altersgemischten Belegschaft zu reagieren.

Lebenslanges Lernen bleibt wichtig

Vielleicht die entscheidende Antwort auf den permanenten Wandel ist lebenslanges Lernen – nicht nur für Arbeitnehmer. Auch Firmen und die Politik müssen neue Konzepte finden, bestehende Angebote ausweiten und der geänderten Nachfrage permament anpassen.

Noch mehr?

In diesem Artikel erfahren Sie weitere Prognosen von Personalisten für 2011.

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