Career Monitor: Was Personalchefs 2011 wirklich von Neueinsteigern erwarten

Der neue Career Monitor zeigt, welche Kompetenzen von Jobeinsteigern erwartet werden – und wo vorwiegend nach ihnen gesucht wird. Befragt wurden 3.500 Personalverantwortliche. Eine goldene Zukunft für Qualifizierte bietet der Bereich Forschung & Entwicklung.

Zum Einstieg eignet sich die Frage am besten, wo denn überhaupt neue Mitarbeiter von den Personalverantwortlichen gesucht werden. Hier schlägt – mit ständig wachsender Tendenz – die Internetbörse alle anderen Methoden, allerdings dicht gefolgt von Initiativbewerbungen – auch über die eigene Unternehmenshomepage. Inserate in Printmedien bleiben mit über 50 Prozent Zustimmung ebenfalls stark. Ein Drittel der Befragten vertraut auf Personalberater, fast ebenso viele auf informelle Kontakte.

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Social Media werden wichtiger

Bei der Einholung zusätzlicher Informationen ist – wenig überraschend – die Bedeutung von Social Media angestiegen. Bereits die Hälfte der Befragten sieht auf XING nach, fast ebenso viele geben aber an, keine derartigen Quellen zu durchforsten. Facebook stellt für ein Viertel eine relevante Informationsplattform da, Twitter und Myspace hingegen nicht.

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Bekenntnis zu Unternehmenswerten

Erwartet wird von Einsteigern vor allem Kommunikationsfähigkeit, die 88 Prozent als absolut wesentlich ansehen. Auch unternehmerisches Denken, Lösungs- und Zielorientierung liegen sehr hoch im Kurs, danach folgt mit etwas Abstand die Konfliktlösungskompetenz, die immerhin knapp zwei Dritteln wichtig ist. Zuwächse sind vor allem bei der Leistungsbereitschaft und Kundenorientierung zu bemerken, insgesamt gibt es einen Trend zur stärkeren Bekenntnis zu Unternehmenswerten.

Punkten mit Praktika und Erfahrung

Punkten kann man vor allem mit seinen Praktika und der Berufserfahrung, die “Motivation für die Bewerbung” verlor im Vergleich zur letzten Befragung deutlich an Bedeutung, ebenso wie Fachwissen, das nur noch für 44 Prozent sehr relevant ist. Dass die Unterlagen vollständig und mit gutem Foto versehen sein sollten, versteht sich von selbst. Berufserfahrung ist von allen Punkten am wichtigsten.

Zukunft in Forschung & Entwicklung

Besonders großes Potenzial liegt natürlich im Zukunftsbereich Forschung und Entwicklung, wo sich die Mitarbeitersuche sowohl für KMUs als auch für Großunternehmen deutlich schwieriger gestaltet. Auf einer Skala von 1 (sehr schwierig) bis 6 (überhaupt nicht schwierig) liegen die Werte hier bei 2,6 respektive 2,3. Nur 13 Prozent der Mitarbeiter sind im Schnitt Forschung & Entwicklung zuzurechnen – hier ist noch viel Potenzial vorhanden!

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Mehr Forderungen, mehr Möglichkeiten!

Die Bewerbungsanforderungen sind hier etwas anders gelagert und verlangen mehr Fachwissen und Weiterbildung sowie Nachweise und Zeugnisse für angegebene Qualifikationen, die in der Regel stärker gewichtet werden – ebenso wie außerberufliches Engagement und Auslandsaufenthalte. Dafür locken individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten und flexible Arbeitszeitmodelle!

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