Organizational Burnout

Dieses Buch ist keine leichte Kost, und dennoch sehr empfehlenswert – (viel zu) viele werden sich in den eingangs beschriebenen Symptomen, die der Autor Gustav Greve “Organizational Burnout” getauft hat, wiederfinden können.

Unternehmensinsolvenzen beginnen Greve zufolge oft als nicht erkannte strategische Krisen. Das ist auch dadurch bedingt, dass Unternehmen immer schneller, effizienter und flexibler agieren müssen – im Kern aber noch immer aus unperfekten und gefühltsgesteuerten Menschen bestehen.

Hier gilt es, eine stabile Unternehmenskultur zu entwickeln und den internen wie externen Wandel arbeitnehmergerecht vorzubereiten und umzusetzen. Greve versucht in seinem fast dreihundert Seiten starken und sehr gut geschriebenen, wenn auch extrem sachlich gehaltenen Buch aufzuzeigen, wie diese Paradigmenwechsel schaffbar werden.

Problematisch dabei ist, dass es weder eindeutige Indikatoren noch Zuständige gibt. Klassische Symptome sind jedoch nicht schwer auszumachen: eine abgehobene, arrogante Führung, das Verleugnen von Marktveränderungen, das zu weitreichende Ignorieren schwerer Systemfehler oder von oben erzwungene organisatorische “Synergieeffekte”.

Gustav Greve wurde 1951 geboren und studierte in Berlin nach einer Lehre als Buchhändler Betriebswirtschaft. Nach zehn Jahren im politischen Umfeld wurde er Consultant und später Vizepräsident bei Arthur D. Little. 2001 wechselte er zur Prgnos AG und begann, den Blick in die Zukunft zu richten. Seit 2004 ist er mit der Gustav Greve Consulting AG in Basel selbstständig tätig.

Gustav Greve: “Organizational Burnout. Das versteckte Phänomen ausgebrannter Organisationen”
Hardcover
281 Seiten
Gabler Verlag
EUR 34,95
ISBN 978-3-8349-2291-5

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