Ottis Gehaltsverhandlungs-Tipps 2011

Jeder will für seine Arbeit angemessen entlohnt werden. Das Gefühl, zu wenig zu verdienen, sorgt auf Dauer für Frust und Unzufriedenheit. Wer sich 2011 in Gehaltsverhandlungen begibt, sollte dies aber professionell tun: auf Grundlage klarer Regeln und verlässlicher Orientierungswerte.

Also los, trauen Sie sich! Das Wichtigste dabei ist, dass Sie sich gut vorbereiten und die Gehaltsverhandlung von langer Hand planen. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie sich auf den Ernstfall vorbereiten und was im Gespräch wichtig ist.

Es gibt neun Goldene Regeln:

1.   Überlegen Sie vorab genau, wo Ihre Stärken liegen, wo Sie erfolgreicher als andere sind und welche besonderen fachlichen und beruflichen Erfahrungen Sie gesammelt haben.

2.   Verlangen Sie nicht zu viel! Mehr als 30 Prozent aller Bewerber pokern im Vorstellungsgespräch beim Gehalt zu hoch – und bekommen deshalb den Job nicht. Kandidaten, deren Gehaltswünsche mehr als 20% über dem Gehaltsrahmen der ausgeschriebenen Stelle liegen, haben keine Chance, den Job zu erhalten.

3.   Verlangen Sie nicht zu wenig. Wer um 40% weniger fordert, macht sich unglaubwürdig und wird ebenfalls abgelehnt.

4.   Informieren Sie sich, welche Gehälter üblich sind und setzen Sie diese Zahlen in Gehaltsverhandlungen als Referenzwerte ein.

5.   Orientieren Sie sich auch an der aktuellen Berichterstattung in Wirtschafts- und Branchenmagazinen, in denen Gehaltsentwicklungen über längere Zeiträume dargestellt sind. Studien, in denen die Gehaltsentwicklung eine Tendenz nach oben zeigt, sind eine wertvolle Argumentationshilfe.

6.   Sehr wichtig: Wenn Sie eine konkrete Gehaltssumme vor Augen haben, dann merken Sie sich den Betrag sowohl als Jahresgehalt als auch als Monatsgehalt.

7.   Verwechseln Sie brutto und netto nicht. Bei Gehaltsverhandlungen wird immer über brutto Gehälter gesprochen.

8.   Beachten Sie, wie mit Überstunden umgegangen wird: werden diese ausbezahlt, handelt es sich um einen All-in-Vertrag oder einen Vertrag mit Überstundenpauschale?

9.   Immer mehr Unternehmen bieten die Abgabe von Kapitalanteilen oder Gewinnbeteiligung an, z.B. durch Prämien zum Zukunftsthema – nutzen Sie diese Möglichkeit, wann immer sie Ihnen geboten wird!

Aktuelle Einstiegsgehälter (Quelle Career 2011):

  • Die Top-Ten-Zahler bieten EinsteigerInnen durchschnittlich EUR 42.838,-
  • Das durchschnittliche Einstiegsgehalt von Jungakademikern beträgt EUR 38.170,-
  • Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für FH-AbsolventInnen liegt bei EUR 35.200,-
  • Als BHS-Absolvent sollte man sich auf ein Gehalt von EUR 26.500,- einstellen, als AHS-AbsolventIn muss man mit € 24.000,- zufrieden sein

1 Comment

  1. Etwas blechern die 9 goldenen Regeln, irgendwie eh klar und um des Apfel’s Kern herumtanzend. Alleine sich über Gehälter die üblich sind zu informieren ist schier unmöglich, denn das ist sowohl Branchen als auch Firmenabhängig. Sehr sogar ist meine persönliche Erfahrung. Ich bin in meiner jetzigen Firma (Abteilung) der einzige mit einem fünfstelligen Jahresgehalt. Und das obwohl ich in meiner letzten Firma den gleichen Job ausübte… Selbe Branche, selbe Kunden.

    Ich müsste kündigen und neu anfange um auch sechsstellig zu werden, wenn das doch nur ginge :-)

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