Unternehmenskonflikte: Nicht nur mühsam, sondern auch teuer!

Konfliktmanagerin Elvira Hauska hat knapp 300 heimische Führungskräfte befragt, um den – oft versteckten – Konfliktkosten auf die Spur zu kommen. Diese sind beträchtlich: Hauska hat 1.444 Euro pro Monat und Führungskraft errechnet.

Die Studie, die zusammen mit dem Wirtschaftsforum der Führungskräfte und Anselm Eder vom Institut für Soziologie der Universität Wien durchgeführt wurde, macht erstmals Konfliktkosten transparent.

Die 300 befragten Führungskräfte geben an, rund 20 Prozent ihrer Arbeitszeit rein der Konfliktlösung zu widmen – aus diesem Wert ergeben sich die erwähnten fiktiven Kosten.

Ein weiterer Aspekt soll mit dem “Österreichischen Teamgeistbarometer” abgedeckt werden, der sich aus den Indikatoren Stressbelastung, Konfliktanteil, Arbeitsbelastung und Lebensqualität zusammensetzt und Reibungsverluste im Unternehmen aufdecken soll.

Nur 19 Prozent der befragten wurden dabei als “Teamplayer” eingestuft, die mit erfolgreichen Konfliktmanagement Zeit und Kosten sparen. Ganze 76 Prozent sind immerhin “Teamneutral” und können ihre Leistung verbessern. Der Rest schnitt schlecht ab, managt Konflikte mäßig und erzeugt viel Unproduktivität.

Wichtig ist, Konflikte ernst zu nehmen und als natürlichen, aber vermeidbaren Teil des Produktionsprozesses zu sehen. Es schadet auch nicht immer, Konflikte zuzulassen und auszutragen – solange das Ambiente entsprechend offen und das Ziel klar definiert ist.

Besonders große Projekte verursachen massive Kosten, wenn sie an Konflikten scheitern. Vermeiden lässt sich das nur, wenn man die Mitarbeiter als wertvollsten Firmenbestandteil betrachtet.

Orientierung, Wertschätzung und Anerkennung sollten im Zentrum jedes Mitarbeiterleitbilds stehen!

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