Ottis Expertentipp: Karriere mit Social Media

Fast jeder nutzt Facebook, Twitter und Co für private Zwecke – das kann aber heute zu wenig sein, wenn Sie sich in einer innovativen und jungen Branche bewegen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei den sogenannten “Social Media” im Web 2.0 achten sollten.

Direkter Draht: Facebook

Vor ein bis zwei Jahren waren nur sehr wenige Firmen auf Facebook zu finden. Das ist heute anders, von kleinen Kreativbüros mit zwei Mitarbeitern bis hin zu Giganten wie T-Mobile sind fast alle Unternehmen auf dem Portal zu finden – und posten fleißig Informationen, Karriere-Events und offene Stellen. Auch wertvolle Einblicke über Erfahrungen und Unternehmenswerte lassen sich sammeln. Neben dem “direkten Draht” sind es vor allem diese inoffiziellen Informationen, die einen Facebook-Besuch wertvoll machen. Dass Sie ihr Profil entsprechend vorbereiten und auf die Privatsphäre-Settings achten, bevor Sie auf Stellenfang gehen, versteht sich von selbst.

 

Hinter den Kulissen: kununu.com

Wer Hochglanzprospekten und teuren Werbungen nicht immer traut, kann einen Blick auf diese Seite werfen. Auf kununu können Mitarbeiter ihr Unternehmen loben oder kritisieren – auch anonym. So lassen sich auch unangenehme Erfahrungen teilen. Gut 100 österreichische Unternehmen finden sich bereits auf der Seite, etwa über Siemens oder Accenture. Manche Firmen nutzen das Portal äußerst aktiv, andere sind wohl unfreiwillig präsent.

 

Für Internationale: LinkedIn

Bei uns etwas weniger populär, nimmt LinkedIn (nicht nur) in der englischsprachigen Geschäftswelt eine sehr bedeutende Stellung ein. Nutzen Sie die Karriereplattform, um mit interessanten Menschen in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Auch der Datenaustausch nach Meetings findet standardmäßig so statt. Für alle, die über die Grenzen hinauskommen möchten, ein wichtiger Anlaufpunkt.

 

Pfeifende Spatzen: Twitter

Heutzutage pfeifen die Spatzen nicht von den Dächern, sondern aus dem Internet. Die beliebte Kurznachricht-Plattform eignet sich ideal, um über offene Stellen informiert zu werden. Handelsriese Spar etwa schickt alle Positionen über diesen Dienst aus, vom Regalschlichter bis zum Filialleiter. Über Twitter lassen Sie sich informieren, Bewerbungen finden über andere Kanäle statt.

 

Der Spezialist: XING

Das ursprünglich als OpenBC gestartete, klar auf Business ausgerichtete Portal eignet sich vor allem für Jobsuchende mit sehr guten Lebensläufen, die schon ein wenig herumgekommen sind. Viele Headhunter suchen gezielt nach potenziellen Kandidaten, daher sollte man viel Augenmerk auf die professionelle Profilgestaltung legen – lassen Sie sich im Zweifel ruhig helfen, ob beim Formulieren oder bei der Erstellung eines Profilfotos. Wichtig: Vergessen Sie nicht, die “Über mich”-Seite auszufüllen!

 

Für Vorreiter: YouTube

Es mag etwas ungewohnt klingen, doch in kreativen Branchen oder um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann es genau das Richtige sein: Stellen Sie ein Video-Kurzporträt von sich auf YouTube! Viele Personalverantwortliche sehen darin die Zukunft. Das Unternehmen bekommt einen sehr guten und direkten Eindruck, Sie können im Idealfall all Ihre Stärken (etwa Präsentationstalent, Fremdsprachen etc.) sehr gut kommunizieren. Diese Form muss zu Ihnen passen, aufgesetzt oder unsicher kann es nach hinten losgehen.

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