Workshop: Warum Innovation nervt

Beim Workshop “Leadership Revisited” im Palais Trauttmansdorff ging es um die Frage, wie Innovation als Chance statt als Belastung wahrgenommen werden kann. In krisenbedingt stark verschlankten Unternehmen ist das noch schwieriger geworden, waren sich die Experten von Heitger Consulting, WU Wien und Vienna Consulting Group einig.

Reinhard Prügl, (WU Wien/Zeppelin Universität Friedrichshafen) bracht die fünf Hauptprobleme mit Innovation auf den Punkt:

  • Verstärkter Druck zu ständiger Innovation bei immer kürzeren Produktlebenszyklen
  • Hohe Komplexität paart sich mit bedingter Planbarkeit
  • Scheitern ist tabu, Investitionen müssen sich schnell rentieren
  • Die Flop-Rate liegt jedoch zwischen 30 und 90 Prozent
  • Neues ist begleitet durch Widerstände, intern wie extern
  • Innovation passt oft nicht zur Unternehmenskultur

 

Doch Innovation kann auch in größeren Strukturen funktionieren, wie Prügl anhand des Computergiganten Apple oder erfolgreichen Mittelständlern aufzeigt. Das Erfolgsrezept dabei: Invention nicht mit Innovation verwechseln, Freiräume schaffen und Prozesse nicht gleich sterben lassen.

 

Nur mit Offenheit gegenüber allen Beteiligten, flexiblen Zielen und strategischem Spielraum wird Innovation überhaupt erst möglich gemacht.

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