Ihr Lebenslauf

Ein Lebenslauf ist eine Zusammenfassung Ihrer bisherigen Ausbildungs- und Berufslaufbahn. Er gibt Einblicke in Ihre Fähigkeiten und Eignungen und sollte daher auf die jeweilige Ausschreibung (Stellenangebot, akademisches und Forschungsstipendium) optimiert werden.
Ihr Lebenslauf sollte, wenn nicht explizit gefordert, keinesfalls länger als 1-2 Seiten sein.
Im folgenden einige Vorschläge und Tipps, wie Sie Ihren Lebenslauf professionell gestalten können.

Tipps für Ihren Lebenslauf

Möglicherweise erhält Ihr Bewerbungsschreiben nur 30 – 60 Sekunden Aufmerksamkeit. Ein effektiver Lebenslauf sollte deshalb (positive) Beachtung, Interesse und den Wunsch, mehr über Sie zu erfahren, hervorrufen.

Gestaltung

-> KISS: keep it short and simple
->übersichtlich, tabellarisch, nur relevante Daten
-> letzte Anstellung zuerst
-> Tätigkeitsbereiche genau beschreiben
-> Fortbildungen anführen
-> Computer (eine Schriftart)
-> formal und grammatikalisch korrekt
-> Feedback

Denken Sie beim Lebenslauf an das Schlagwort KISS – keep it short and simple. Ein optimal gestalteter Lebenslauf ist so knapp wie möglich und so ausführlich wie notwendig. Führen Sie nur relevante Daten an und gestalten Sie diese übersichtlich und tabellarisch.
Führen Sie Ihre letze Anstellung zuerst an und erläutern Sie Ihre Tätigkeitsbereiche. Berufsbezeichnungen lassen nicht immer darauf schließen, wofür Sie zuständig waren. Erwähnen Sie inner- und außerbetriebliche Fortbildungen und sonstige Kenntnisse – wie zum Beispiel Sprachkenntnisse -, um ihre Lernbereitschaft zu signalisieren.
Lebensläufe werden am Computer verfasst und ausgedruckt. Verwenden Sie eine Schriftart und dieselbe wie im Bewerbungsschreiben. Achten Sie auf grammatikalische und formale Rechtschreibung.
Fragen Sie eine Vertrauensperson um Feedback, denn vier Augen sehen mehr als zwei.

 

Mögliche Abschnitte Ihres Lebenslaufs

  • Persönliche Information
  • Ausbildung
  • Relevante Arbeitserfahrung (Praktika, frühere Arbeitsplätze,…)
  • Besondere Kenntnisse und Erfahrungen (Engagement,…)
  • Sprachen und Auslandsaufenthalte
  • Computer und organisatorische Fähigkeiten
  • Sonstige Fähigkeiten – Mitgliedschaften, Interessen,…
  • Zeugnisse und Referenzen (wenn verlangt)
  • Foto (wenn verlangt)

Folgende Informationen können ebenfalls relevant sein, besonders wenn Sie sich für eine akademische Arbeitsstelle oder Stipendium bewerben.

  • Diplomarbeit / Dissertation: Titel und Betreuer
  • Beglaubigte Auszeichnungen und Patente
  • Bisherige Stipendien
  • Veröffentlichungen, Konferenzen und Vorträge

Persönliche Informationen
Ihr Name sollte auf jeder Seite oben vermerkt sein.
Folgende persönliche Informationen sind wichtig: Name, Geburtsdatum und -ort (Jahr, Monat, Tag; Stadt, Land), Nationalität, Adresse, Telefon und – fax (Vorwahl!) und E-Mail (nur wenn Sie Ihre E-Mails regelmäßig abrufen).

Ausbildung
Listen Sie in umgekehrter chronologischer Reihenfolge die Stationen Ihrer Ausbildung auf (mit Namen der Schule, Universität, etc. und Datum des Abschlusses).
Voraussichtlicher Abschluss der laufenden Ausbildung und – wenn Sie sich für eine akademische Stelle bewerben – Titel und Betreuer Ihrer Diplomarbeit und Dissertation. Bei einer nicht akademischen Stelle führen Sie Ihre Diplomarbeit nur an, wenn das Thema für die ausgeschriebene Stelle direkt relevant ist.

Relevante Arbeitserfahrung
Hier werden in chronologischer Form Angaben über Zeiträume, Art und wesentliche Inhalte relevanter Arbeitsverhältnisse sowie die Namen Ihrer Arbeitgeber erwartet. Geben Sie den vollständigen Namen der Firmen an.

Besondere Kenntnisse und Erfahrungen
Hier können Sie alle beruflichen oder berufsnahen Erfahrungen, Kenntnisse oder erworbenen Qualifikationen angeben, die über den üblichen Stand hinausgehen und Ihre Eignung für die zu besetzende Stelle noch unterstreichen

Sprache und Auslandsaufenthalte
Geben Sie bei jeder Sprache auch den Beherrschungsgrad an: verhandlungssicher, fließend, Grundkenntnisse.
Zertifikate oder besuchte Sprachkurse sind hervorragende Qualifikationen. Sprachreisen und Auslandsaufenthalte sind ebenfalls unbedingt relevant: Neben Ihren Sprachkenntnissen beweisen sie Ihre Selbstständigkeit und Weltoffenheit.

Zeugnisse und Referenzen (wenn verlangt)
Es ist üblich dem Bewerbungsschreiben Arbeitszeugnisse beizulegen. Senden Sie keine Originale, sondern qualitativ hochwertige Kopien.

Manchmal wird ein Arbeitsgeber nach persönlichen Referenzen fragen. Stellen Sie eine Liste von 3 Personen zusammen (Plus Telefonnummer, Adresse und Berufstätigkeit), die nicht mit Ihnen verwandt sind und für Anfragen zur Verfügung stehen. Diese sollten über Ihre beruflichen Qualitäten Bescheid wissen.

Foto
Die Meinungen teilen sich hier: Manche Firmen bestehen auf einem Foto, andere dezidiert nicht. Lesen Sie das Inserat gründlich!
Es ist absolut akzeptabel an Stelle des Fotos einen Farb-Scan in den Lebenslauf zu integrieren.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Foto erwünscht ist, hängen Sie das Foto nur lose an. Dann können die Empfänger das Foto problemlos entfernen. Schreiben Sie aber Ihren Namen und Kontaktdaten auf das Foto – für den Fall, dass in einer zweiten Runde das Foto doch Beachtung findet.

Beglaubigte Auszeichnungen und Patente
Listen Sie alle relevanten Auszeichnungen und Patente auf (Art und Datum der Auszeichnung) auf.

Stipendien
Nennen Sie Namen des Stipendiums, vergebende Organisation, Datum, sowie Titel und Zweck des Stipendiums oder Ihres Projekts.
Viel Erfolg für Ihren Lebenslauf!

 

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