Ottis Expertentipp: Gehaltsverhandlungen

Sie ist eine der meistgefürchteten Fragen beim Bewerbungsgespräch: die Frage nach den Gehaltsvorstellungen. Mit einigen einfachen Regeln kommt man aber meist ganz gut über die Runden – und bekommt zum Schluss auch oft, was man sich vorgenommen hat.

In Österreich ist es nicht üblich, dass in Jobinseraten bereits ein Gehaltsspektrum angegeben ist, oft müssen Bewerber sogar von sich aus eine Bandbreite angeben – was man jedoch auch höflich zurückweisen und auf das persönliche Gespräch vertagen kann.

Dort empfiehlt es sich, nicht gleich mit einer fixen Zahl ins Rennen zu gehen, sondern dem Gesprächsverlauf entsprechend auszuloten, wie viel man dem Unternehmen wert sein könnte. Natürlich gibt es unternehmensseitig bereits eine relativ fixe Vorstellung – doch auch Sie sollten Ihre Grenzen genau kennen.

Werden Sie nach Zahlen gefragt, nennen Sie am besten eine angenehme Bandbreite, deren Untergrenze noch ein gutes Stück von Ihrer Schmerzgrenze entfernt ist. Zu weit auseinder sollten Minimum und Maximum aber nicht liegen, das ist Gefühlssache.

Oft erkennen Sie an der Reaktion, ob Sie ins Schwarze getroffen haben – oder weit davon entfernt liegen, was das Unternehmen sich erwartet hatte. In diesem Fall hilft es auch, sich anderweitige Zugeständnisse, etwa eine Überstundenpauschale, zu akzeptieren.

Um nicht allzu weit daneben zu liegen, können Sie sich aktuelle Durchschnittsgehaltszahlen von der Arbeiterkammer oder von Freunden und Bekannten, die in der selben Branche tätig sind, holen. Ihre Schmerzgrenze sollten Sie nur nennen, wenn Sie den Job unbedingt haben wollen und das Gespräch daran zu scheitern droht.

Vereinbaren Sie in diesem Fall aber gleich ein erstes Gehaltsgespräch nach der Probezeit oder nach den ersten sechs Monaten – spätestens dann muss ihr Wert und Engagement dem Unternehmen klar sein, auch wenn man am Anfang kein Risiko eingehen will.

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