Jobwechselindex 2011: Vertriebsmitarbeiter sind schwer zu halten

Welches Unternehmen kennt die Herausforderung nicht: Sind gute Mitarbeiter erst einmal gefunden, suchen sie oft schon nach wenigen Monaten oder Jahren eine neue Herausforderung. Eine neue Umfrage unter 400 Verkaufsmitarbeitern bestätigt nun diese Erfahrungen.

(c) www.scx.hu / walker M

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Am im September 2011 erstellten Verkäufer-Jobwechselindex der Jobs Personalberatung (der auch 2008 und 2009 erhoben wurde) nahmen 400 von gut knapp 6.000 ausgewählten Vertriebsmitarbeitern teil.

Hinterfragt wurde vor allem, wo sich Personen im Vertrieb über Sales-Jobs informieren, wie erfolgreiche Bewerber ihren aktuellen Job gefunden haben und wie oft Mitarbeiter an berufliche Veränderung denken bzw. in welcher Form sie diese anstreben. Auch auf Unterschiede im Innen- und Außendienst im Vergleich zur Leitung wurde geachtet.

Die Ergebnisse sind spannend: Ganze 40 Prozent der Befragten denken konkret an eine berufliche Veränderung, im Innendienst sind es sogar knapp 50 Prozent. Gesucht wird mittels täglicher Recherchen, in erster Linie in Tageszeitungen, aber auch auf Web-Portalen oder über persönliche Netzwerke.

Wenig überraschend nennt eine Mehrheit dabei das Internet als wichtigste Informationsquelle, danach folgen Tageszeitungen. Ein Drittel der Bewerber legt auch ein Profil auf Online-Jobbörsen an oder engangiert Personalberater.

Sehr wichtig ist das persönliche Netzwerk, dem 60 Prozent vertrauen – soziale Netze nehmen mit 40 Prozent auch einen wichtigen Stellenwert ein, Beispiele hierfür sind vor allem XING oder LinkedIn – eine klare Überbewertung, wie sich zeigen wird.

Erfolgsversprechend sind in erster Linie Chancen im eigenen Netzwerk, die für 36 Prozent der Umfrageteilnehmer zum Erfolg geführt haben. Initiativbewerbungen sind dagegen mit nur 3 Prozent Erfolgsquote fast aussichtslos. Überraschend: Soziale Netzwerke liegen mit nur 2 Prozent sogar noch darunter.

Fazit: Es gibt noch viel Potenzial in der Vermittlung von Mitarbeitern mittels Online-Plattformen und Portalen, denn die Benützerquote ist schon sehr respektabel. Jetzt müssen nur noch die Vermittlungserfolgsquoten steigen!

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