Social Recruiting wird unverzichtbar

Bei der aktuellen APA-Diskussionsveranstaltung diskutierten zahlreiche Experten über soziale Netzwerke als zusätzlicher Kommunikations- und Informationskanal bei der Personal- bzw. Jobsuche.

Wer gehofft hat, mittels sozialer Medien mit weniger Aufwand gleichzeitig die Anzahl der Bewerbungen zu erhöhen, wurde bei der Diskussion enttäuscht. Sehr wohl können dadurch aber mehr Interessenten angesprochen, Stellen schneller besetzt, Sympathiewerte erhöht und Wettbewerbsvorteile genützt werden. Denn noch nicht alle Unternehmen nutzen diesen Weg, um Mitarbeiter zu finden.

Neue Herausforderungen bremsen
Auf Personalisten warten durch die neuen Tools auch neue Herausforderungen, wie etwa Unternehmensberater Peter Rieder im Rahmen der E-Business-Community festhielt: “Social Media zwingt Personalisten zu etwas, was sie nicht gut können und manche nie gelernt haben: Dialog.”

Das ist es auch, was einige Unternehmen noch abschreckt – sie fürchten Mehraufwand und negative Kritik, die an die Öffentlichkeit dringt. Über soziale Kanäle kann man jedoch auch jene Menschen erreichen, die eigentlich gar nicht auf Job-Suche sind – und so zusätzliche Bewegung auf dem Arbeitsmarkt schaffen.

Transparenz und Authentizität
Die wichtigsten und beliebtesten Portale sind wenig überraschend Facebook, im Personalbereich auch XING oder LinkedIn. “Aus meiner Sicht ist Social Recruiting nicht mehr wegzudenken”, hielt auch HP-Personaldirektorin Evelin Mayr fest. “Allerdings muss man authentisch sein. Alles ist sehr, sehr transparent. Intern ist gleich extern.”

Außerdem bleiben jüngere Bewerber, die man am ehesten über diese Kanäle findet, dem Unternehmen unter Umständen auch nicht mehr so lange treu – und sie erwarten sich andere Dinge von einem Unternehmen, als es früher der Fall war.

Wichtiger Wettbewerbsfaktor
Klar ist, dass Personalrekrutierung ein wichtiger Wettbewerbsfaktor geworden ist – und da gehört Social Recruiting jedenfalls dazu. “Man muss Social Recruiting einfach probieren. Schließlich kommen wir an dem Thema nicht mehr vorbei”, fasste Brigitte Schögler von der Styria Media Group die Erkenntnisse zusammen.

Schreibe einen Kommentar