Umfrage: Kaum Angst vor Jobverlust

Obwohl sich die Konjunktur bald deutlich abkühlen wird, macht sich nur rund jeder Zehnte Sorgen um seinen Arbeitsplatz, so lautet das Ergebnis einer Umfrage. Über die Krise machen sich allerdings viele Gedanken.

Trotz verdüsterter Wirtschaftswachstumsaussichten sagen nur zwölf Prozent der Österreicher, dass sie Sorgen um ihren Job beschäftigen – seit letztem Sommer immerhin ein Anstieg von sieben Prozent. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage der Wiener Städtischen unter rund 1500 Befragten.

Erfolgreiche Krisenmaßnahmen
Studienautor Peter Filzmaier (OGM) begründet dieses Detailergebnis mit den Maßnahmen, die die Politik in Krisenzeiten gesetzt hat, etwa das in seinem Rahmen erfolgreiche Instrument der Kurzarbeit an, das den Anstieg der Arbeitslosigkeit einzudämmen half.

Gute Rahmenbedingungen
Auch die nach wie vor sehr niedrige Arbeitslosenrate, die Österreich innerhalb der Europäischen Union zum Musterschüler macht, hilft gegen Sorgen über zunehmenden Leistungsdruck oder die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

Krise erobert die Köpfe
Die Krise verankert sich jedoch sehr wohl immer stärker in den Köpfen der Menschen: Während sich im ersten Befragungszeitraum Anfang August 17 Prozent von 1.500 Befragten Sorgen machten, waren es m Oktober bereits 47 Prozent, wobei diesmal nur 300 Personen befragt wurden. Als Gründe kann überwiegend die Schuldenkrise in Griechenland und ihre Auswirkung auf den Euro-Raum und Österreich angesehen werden.

“Insel der Seligen” wankt
Viele machen sich Sorgen um die Finanzierbarkeit der Gesundheitsvorsorge oder Pension. Der Politik wird folglich wenig Lösungskompetenz zugetraut. Ganze 55 Prozent der Befragten waren im Herbst davon überzeugt, dass Österreich ähnliche Entwicklungen wie Griechenland drohen.
Als weitgehend sicher wird Österreich immer noch von 41 Prozent bezeichnet.

 

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