Umfrage: Wenig Maßnahmen gegen schlechte Führung

Wie eine von der APA ausgesandte Karmasin-Studie im Auftrag des Beratungsunternehmens Train Consulting zeigt, wird in satten 95 Prozent der österreichischen Unternehmen schlechte Führung beobachtet, doch nur in der Hälfte der Fälle gelingt es, erfolgreiche Maßnahmen dagegen zu setzen.

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Von 362 Geschäftsführern und Vorständen in österreichischen Unternehmen ab 150 Mitarbeitern hat jedes dritte befragte Unternehmen Führungsprobleme häufig oder sehr häufig beobachtet.

Viele Ursachen, wenige Maßnahmen

Als Ursachen werden fehlendes Feedback, mangelnde Kommunikation und nicht ausreichend klar definierte Ziele angegeben. Manchmal werden zwar Maßnahmen gesetzt, verlaufen dann aber schnell im Sand.

Weiterbildung meist keine Lösung

In drei Viertel der Fälle wird versucht, die Probleme mit Aus- und Weiterbildung in den Griff zu bekommen. Diejenigen, die die Maßnahmen veranlassen, glauben jedoch selbst in den wenigsten Fällen daran, dass sie etwas helfen werden. Andere Mittel werden als sinnvoller erachtet, aus verschiedenen Gründen jedoch gescheut.

Unabhängig von der Firmengröße

Betroffen sind von den Führungsproblemen verkrustete Familienbetriebe ebenso wie zentralistisch geführte Großunternehmen. Einzig der immer wieder überraschende Einfallsreichtung beim Umgehen von Regeln sichtert vielen dieser Unternehmen das Überleben.

Aus unterschiedlichen Motiven

Die Motive, Führungskraft zu werden, sind unterschiedlich. Steht bei Männern wesentlich mehr Streben nach Macht und Sozialprestige im Vorderungrund, ist es bei Frauen eher inhaltliche Begeisterung – mit den entsprechenden karrierehemmenden Begleiterscheinungen.

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