Otti präsentiert: Trends für Arbeitnehmer 2012

Die zweite Welle der Globalisierung bringt einen verschärften Wettbewerb zwischen den Branchen mit sich. Dies hat zur Folge, dass auch hoch qualifizierte Arbeitnehmer Ihren Arbeitsplatz verlieren können – von Datenverarbeitern über Buchhalter und Controller bis hin zu technischen Zeichnern oder auch Naturwissenschaftlern.


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Konkurrenz um Wissen

Die neu entstehende Konkurrenzsituation bezieht sich nicht nur auf Volkswirtschaften, sondern auf Unternehmen und Arbeitnehmerinnen in aller Welt – eine „Konkurrenz um Wissen“. Diese Entwicklung ist durch den stetigen technischen Fortschritt und die damit einhergehende Komplexität der Produkte und Dienstleistungen bedingt, sowohl in der Entwicklung als auch in der Herstellung.

Wechsel werden die Regel

Dauerhafte Beschäftigung im selben Beruf bzw. im selben Betrieb wird immer unwahrscheinlicher, der Wechsel der Tätigkeit im Laufe eines Erwerbslebens hingegen immer häufiger. Auch wenn sich der Qualifikationsbedarf für die Zukunft schwer prognostizieren lässt, ist eines klar: exzellente Aus- und Weiterbildung werden noch stärker zum Muss.

Förderung der Anpassung

Die Notwendigkeit der Veränderung unseres Bildungssystems hat unter diesem Aspekt oberste Priorität. Wichtig für die Zukunft sind nicht (nur) kognitive Fähigkeiten, sondern das „Lernen zu lernen“. Hinsichtlich der beruflichen Ausbildung muss eine breite Qualifikationsbasis in den Mittelpunkt rücken. Wichtig ist neben der „Förderung der Anpassungsfähigkeit“ vor allem die Fähigkeit zum „permanenten Lernen“. Jedem Österreicher sollte ein Bildungskonto zur Verfügung stehen, das im Laufe seines Lebens Investitionen dieser Art abdeckt.

Rationalisierung und Abbau

Eines ist jedoch sicher, dass wenig qualifizierte ArbeitnehmerInnen massive Probleme bekommen werden – Rationalisierung und Jobabbau sind in aller Munde. Das betrifft vor allem Branchen mit derzeit rückläufigen Beschäftigungszahlen im Produktionssektor, von Textil/Bekleidung über Nahrungs- und Genussmittel hin zu Chemie, Grundstoffen und Metall.

Dienstleistung als Gewinner

Wachstumsfelder sind weiterhin insbesondere im Dienstleistungsbereich zu erwarten, hier vor allem bei hochqualifizierten Tätigkeiten in den Bereichen wissensintensive Produktion, Informationstechnik, Medien, Wirtschaftsdienste, Rechtsberatung, Steuerberatung oder Gesundheits- und Sozialwesen.

Techniker bleiben begehrt

Zukunft haben vor allem Arbeitnehmer mit Qualifikationen in Bereichen wie Gesundheit und Bildung, aber auch Biotechnologie. Besonders hervorzuheben ist über alle Sparten hinweg zudem die Nachfrage nach Technikern und NaturwissenschaftlerInnen.

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