Gehaltsvorstellung kommunizieren

Für viele ist es das unangenehmste Thema überhaupt im gesamten Bewerbungsprozess: das Abstecken es Gehaltsrahmens. Nachdem es neue Richtlinien für die Formulierung von Stellenanzeigen gibt, die auch eine Gehaltsangabe vorsehen, wird immer häufiger schon vor dem Bewerbungsgespräch danach gefragt. Wir sagen Ihnen, wie Sie damit professionell umgehen.

Die erste Empfehlung ist zugleich die wichtigste: Wird eine Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen vorab gefordert, verweisen Sie den potenziellen Arbeitgeber keinesfalls auf das Vorstellungsgespräch – das könnte bereits ein KO-Kriterium sein.

Wissen Sie gar nicht, wo es gehaltstechnisch hingehen soll, da die Stelle nicht öffentlich ausgeschrieben war oder aus irgendwelchen Gründen keine Angabe enthält, gibt es drei Möglichkeiten:

  • Sie kennen Ihre Qualifikationen genau, diese passen zu den geforderten Eigenschaften und Sie haben auch noch praktische Erfahrung – dann fordern Sie offen das Gehalt, was Sie bekommen möchten.
  • Wenn Sie bei vergleichbaren Jobs von Ihrem Letztgehalt ausgehen, schlagen Sie 10 bis 20 Prozent auf – damit rechnen Personalabteilungen und Recruiter in etwa.
  • Als dritte Methode können Sie immer noch im Internet Recherchieren, was in dieser Branche für ähnliche Tätigkeiten üblich ist. Auch andere Stellenanzeigen können hilfreich sein. Onlinemedien veröffentlichen immer wieder Gehalts-Checks und Vergleiche, das sind hilfreiche Anhaltspunkte.

Am wichtigsten ist: Sie müssen sich bei der Forderung wohlfühlen. Verkaufen Sie sich nicht aus falscher Bescheidenheit unter Wert, verlangen Sie aber auch keine unanständigen Summen, weil Sie sich bei einem erfolgreichen oder großen Unternehmen bewerben.

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