Ottis Expertentipp: So werden Sie widerstandsfähig!

In Zeiten permanenter Veränderung und ökonomischer Zwänge fühlen sich viele Manager und Mitarbeiter unter Druck gesetzt und stehen unter großem Stress. Einige jedoch wachsen geradezu an solchen Situationen und profitieren nicht selten auch davon. Wir haben einige Tipps zusammengetragen, wie man in schwierigen Situationen Nerven bewahrt.

Der “trend” hat der im Management-Jargon etwas sperrig “Resilience”genannten Thema unlängst eine Titelgeschichte gewidmet: Wie stärkt man sich in Zeiten permanenter Veränderung, immer kurzzeitigeren Arbeitsverträgen und einem permanenten Auf und Ab von Expansion und Downsizing – als Mitarbeiter und Mensch?

Grundlegend wird das Verhalten in beruflichen Belastungssituationen an einigen gängigen Faktoren gemessen:

● Akzeptieren von nicht veränderbaren Situationen und Rahmenbedingungen

● Netzwerkfähigkeit im sozialen und beruflichen Umfeld

● Kompetenz austrahlen statt die Opferrolle spielen

● Lösungsorientierung ist für viele der wichtigste Charakterzug überhaupt

● Optimismus und das Vertrauen auf Erfolg, auch nach Rückschlägen

● Verantwortung übernehmen und Kollegen gegenüber Reife zeigen

● Zukunftsgerichtetes Denken und handeln

Es gibt natürlich einige Tipps und Tricks, um seine eigene Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Das Thema ist umfassend und komplex, daher werden viele davon in Schulungen vermittelt. Oft hilft es jedoch schon, sich die privaten und beruflichen Rollen und vor allem die eigenen und fremden Erwartungshaltungen an die eigene Person bewusst zu machen. So werden Problemfelder und Konflikte rasch sichtbar gemacht – immer dort, wo es zu Diskrepanzen kommt.

Ein weiterer guter und produktiver Zugang ist, auf die eigenen Ressourcen zu schauen. Dabei kann man auf Metaphern wie Kochen zurückgreifen: Sie bereiten vieles in Ihrem Leben zu und haben dafür eine bestimmte, endliche Menge von Lebensmitteln und Zutaten. Machen Sie sich bewusst, wer und was alles an Ihren Reserven knabbert und was Sie davon lieber abstellen möchten. Das macht Sie stärker.

Abschließend macht es Sinn, sich die eigenen, oft im Verborgenen liegenden Glaubensgrundsätze und Handlungsmaximen ins Bewusstsein zu rufen. Zuerst kommen hier oft Negativformulierungen wie “Ohne Fleiß kein Preis”, im zweiten Schritt kann man sich gut zu den positiven Werten hocharbeiten und diese für sich definieren.

Service

Lektüre und Seminare zum Thema gibt es viele. Vom “trend” werden etwa die folgenden empfohlen:

● “Handbuch Resilienz-Training” von Sylvia Kéré Wellensiek, Beltz 2011

● “30 Minuten Resilienz” von Ulrich Siegrist und Martin Juitjens, Gabal 2011

● “Führungskräftetraining” zum Thema Resilienz beim Business Circle in Mauerbach am 20. und 21. Juni 2012

● Seminar “Ressource Resilienz” im Management Center Vorarlberg 25.-27. Juni 2012

Schreibe einen Kommentar