Studie: 90 Prozent der Manager offen für Jobwechsel

1500 befragte Führungskräfte klagen laut einer im “Standard” publizierten Umfrage von Stanton Chase weder über zu wenig Geld, noch über zu viel Stress – und dennoch sind 90 Prozent von ihnen bereit, den Job zu wechseln – noch einmal zehn Prozent mehr als im Vorjahr!

Immer mehr Verantwortung steht immer weniger direktem Einfluss gegenüber, vor allem in Großunternehmen – auf diese einfache Formel bringt Karin Bauer die Problematik, die neun von zehn befragten Führungskräften gerne in ein kleineres, flexibleres Unternehmen wechseln lassen würde. Wer Mitarbeiter als Nummern führt, bei Bedarf aufnimmt oder abbaut, darf von einem gewaltigen Loyalitätsverlust nicht überrascht sein.

Mehrere Faktoren spielen bei der Entscheidung für einen neuen Arbeitgeber mit. Ausschlaggebend ist für die Befragten vor allem eine wichtigere Rolle im Unternehmen, die mehr Verantwortung und somit auch mehr Lohn mit sich bringt. Auch Marktverbesserung wurde von vielen Managern genannt, selten bis nie hingegen Standort- oder Branchenwechsel.

Ausschlaggebend sind höhere Boni und Gehälter in den seltensten Fällen, betonen sich die Studienautoren noch hinzuzufügen. Auch geografische Bindungen sind kein großes Thema, Osteuropa steht bei Führungskräften noch immer hoch im Kurs, wenn der Raum für die persönliche Entwicklung und die Perspektive stimmen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es in mittleren bis großen Unternehmen einen fast schon bedrohlichen Loyalitätsverlust gibt, den man nur durch korrekten Umgang mit den Mitarbeitern, der Einbeziehung aller Betroffenen in Entscheidungen und Strukturen sowie mehr Eigenentscheidungen durch die Schaffung kleiner, autonomer Entitäten entsprechend und rechtzeitig vermeiden kann. Eigentlich kein Ding der Unmöglichkeit!

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