Serie “Zukunft der Arbeit” Teil 3: Raumkonzepte

Die Studie “work:design” beleuchtet die Zukunft der Arbeit. Otti&Partner stellt mit freundlicher Erlaubnis des Zukunftsinstituts die einzelnen Kapitel im Detail vor. Diesmal geht es um Raumkonzepte, die aus Büros Manufakturen des Wissens machen.

Digitalisierung und Mobilität hin oder her, die Bedeutung von Büros bzw. Arbeitsräumen wird in den nächsten Jahren steigen – wie diese Infrastruktur aussehen kann, zeigen einige innovative Raumkonzepte, die den grauen Büro-Alltag durch neue und kreative Strukturen ersetzen.

Flexibilität, Kreativität, Intuition und Vernetzung sind im Vormarsch, daran muss sich auch die tägliche Realität anpassen, strukturell wie räumlich, in Richtung übergreifende Strukturen. Nur so lassen sich produktive Situationen herstellen und der kreative Austausch erhöhen.

My office is my castle

Von eigenen Territorien (mein Arbeitsplatz, Telefon etc.) geht es zum Miteinander, mit Zonen des Austauschs, der Besprechung, aber auch des Rückzugs, um in Ruhe und konzentriert arbeiten zu können. Übergänge treten an die Stelle von Abteilungen. Wichtig ist dennoch, dass man seinen persönlichen Ort behält, und sei es nur ein Rollwagen oder Spind.

Die Kernfragen bei der Planung sind: Welche Mitarbeiter mit welchen Bedürfnissen wollen und brauchen wir? Welche Arbeitssituationen prägen unser Unternehmen? So unterschiedlich die Berufe und Situationen sein mögen, bei den Raumkonzepten lassen sich Gemeinsamkeiten herausdestillieren.

Vielfältige Büros ermöglichen so Manufakturen des Wissens, wie es etwa die Amsterdam School of Entrepreneurship mit ihrer innovativen Wissens- und Lernumgebung, die Santander Consumer Bank mit ihrer Cafe-artigen Eintrittsebene, das neue Lego-Büro in Billund mit offenen Räumen und Flächen oder Red Bull London mit Stockwerksrutschen zeigen, die “Socialising” im beruflichen Umfeld ideal ermöglichen.

Zusammengefasst brauchen außergewöhnliche Tätigkeiten und Ideen außergewöhnliche Umgebungen, denn 94 Prozent der Menschen haben diese nicht am Arbeitsplatz. Innovative Konzepte sollen helfen, die stagnierende Produktivität auf angenehme Weise zu erhöhen, indem der Wohlfühl-Faktor steigt. Informelle Kommunikation ist dabei ein echter Erfolgstreiber!

Service

Harry Gatterer, Franz Kühmayer, Janine Seitz
“work:design. Die Zukunft der Arbeit gestalten”
Zukunftsinstitut 2012
112 Seiten
ISBN: 9783938284643
EUR 181,90
http://www.zukunftsinstitut.at

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