Serie “Zukunft der Arbeit” Teil 5: Erfolgsprinzip Vielfalt

Die Studie “work:design” beleuchtet die Zukunft der Arbeit. Otti&Partner stellt mit freundlicher Erlaubnis des Zukunftsinstituts die einzelnen Kapitel im Detail vor. Diesmal geht es darum, die in der Gesellschaft längst abgebildete Vielfalt auch in Unternehmen zum gewinnbringenden Faktor zu machen.

In so gut allen hochentwickelten Ländern wird das Gesellschaftsmodell immer vielschichter, persönliche Bindungen werden kürzer, aus Ehe- werden vielfach Lebensabschnittspartner. Damit einhergehend glauben die Menschen wieder verstärkt auf ihre eigene Meinung statt jene übergeordneter Institutionen, ob Regierungen, Unternehmen oder NGOs.

Neben Menschen mit Migrationshintergrund ist vor allem die gesellschaftliche Realität in Hinsicht auf den weiblichen Anteil in der Unternehmensführung und der Forschung nicht ausreichend abgebildet. Noch immer sind nur drei Prozent der Vorstände in DAX-Unternehmen weiblich, obwohl 51 Prozent der Hochschulabsolventen Frauen sind.

Hier sind auch Arbeitgeber gefragt, Vielfalt zu fordern und fördern, wo es in ihrer Macht liegt – 80 Prozent der Unternehmen sehen in dieser Entwicklung hohe Relevanz für ihren Geschäftserfolg. Einer Studie von McKinsey zufolge sind Unternehmen mit höherer Vorstandsdiversität auch ökonomisch deutlich erfolgreicher, speziell in konjunkturell schwierigen Zeiten.

Wer stark auf sich selbst und die eigenen Fähigkeiten vertraut, muss natürlich auch anders gemanagt werden als jemand, der seinen Stellenwert nur über das Unternehmen definiert, in dem er arbeitet. Hier kommen Änderungen auf Human Ressources und Personalmanagement zu. Die Individualität des Menschen ist in ihrer ganzen Vielfalt als Stärke zu sehen.

Diversity offensiv und als Stärke einzusetzen, zahlt sich auch dann besonders aus, wenn die Kunden sehr vielfältig sind. Der Weg dorthin ist meist dreistufig: Von der niedrigsten Stufe, der Erkenntnis der Notwendigkeit für den wirtschaftlichen Erfolg über das Etablieren vielfältiger Arbeitsstile mit hohem Freiheitsgrad bis zu vollständig vielfaltsorientierten Unternehmen, die aus ihrer diversifizierten Struktur deutliche Wettbewerbsvorteile generieren.

Konsequent zu Ende gedacht, könnten diese Entwicklungen traditionelle Unternehmen ablösen und ersetzen, mit kleineren Organisationseinheiten und neuen Beschäftigungsmodellen. Das könnte auch der Grund sein, warum die Chancen erkannt, die Möglichkeiten aber nur vereinzelt und zaghaft gelebt werden.

Service

Harry Gatterer, Franz Kühmayer, Janine Seitz
“work:design. Die Zukunft der Arbeit gestalten”
Zukunftsinstitut 2012
112 Seiten
ISBN: 9783938284643
EUR 181,90
http://www.zukunftsinstitut.at

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