Serie “Zukunft der Arbeit” Teil 6: Digitale Chancen

Die Studie “work:design” beleuchtet die Zukunft der Arbeit. Otti&Partner stellt mit freundlicher Erlaubnis des Zukunftsinstituts die einzelnen Kapitel im Detail vor. Diesmal beschäftigen wir uns mit den Chancen, die aus dem Einsatz digitaler Technologien erwachsen.

Moderne Technologien sind omnipräsent, doch sie werden gleichzeitig immer unsichtbarer und sind bald nahtlos in unseren Alltag integriert. Bis auf wenige Verweigerer nutzen wir sie rund um die Uhr ganz selbstverständlich, was auch massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt hat.

Die wohl größte Umwelzng der letzten Zeit geht von sozialen Netzwerken aus, die eine bisher nicht gekannte Intensität der Vernetzung und Informationsteilung ermöglichen. Das “Einchecken” an virtuellen Orten ermöglicht reale Rückkoppelungen, kombiniert mit Location-Based-Services eine spannende Sache.

Smarte Touchscreens und Gestensteuerung haben auch unsere Art verändert, wie wir mit technischen Geräten interagieren. Augmented Reality reichert die “normale” Welt um digitale Informationen an, und das immer großartiger. Jeder Generation stehen mehr Tools und Techniken zur Verfügung.

Geräte-Overflow?

Das Kommunikationsverhalten hat sich komplett verändert, weg von klassischen E-Mails, die Unternehmen bisher komplett dominieren und teilweise schon als ineffiziente Zeitvernichter geächtet sind, hin zu Echtzeitkommunikation und Foren-Austausch. Mobiltelefone sind als Smartphone zum “Schweizermesser” der Kommunikation geworden und können längst auch zum Websurfen, Skypen oder Vernetzen genutzt werden. Die extreme Nutzungssteigerung lässt sich auch an den explodierenden mobilen Datentransfers messen. Der Trend geht immer mehr zum Zweit- und Drittgerät.

Kommunikationskanäle wie Facebook, Twitter & Co werden auch für Unternehmen unverzichtbar. Dass Mitarbeiter untertags auf diese Wegen unterwegs sind, wird in Zukunft normal sein. Dies bringt einen kulturellen Wandel hin zu Transparenz und Offenheit mit direkten, ungefilterten Kontakten mit sich. E-Mail ist klar ein Kommunikationstool von gestern, das schrittweise zumindest ergänzt, in Teilbereichen gar abgelöst wird.

Zusammenfassend gilt: Überinformation ist und bleibt eine Realität, die smarte Filter und semantische Netze mit kontextsensitiven Inhalten teilweise lindern können. Soziale Medien werden als Selbstverständlichkeit empfunden, Arbeitgeber ohne Toleranz würden von 56 Prozent der Bewerber eine Absage bekommen. Die größte Herausforderung der Zukunft wird das Management unfassbar großer Datenmengen – 2011 wurden 597.000 Terrabytes alleine mobil versendet!

Service

Harry Gatterer, Franz Kühmayer, Janine Seitz
“work:design. Die Zukunft der Arbeit gestalten”
Zukunftsinstitut 2012
112 Seiten
ISBN: 9783938284643
EUR 181,90
http://www.zukunftsinstitut.at

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