Studie: Beschäftigungsreport zeigt steigenden Qualifikationsbedarf

Eine neue WIFO-Studie des Arbeitsmarktservice zeigt berufliche und sektorale Veränderungen von 2006 bis 2012 auf. Erkennbar ist ein klarer Trend zu höheren Qualifikationsanforderungen und hin zu dienstleistungs- bzw. kundenorientierten Tätigkeiten.

Als Basis für eine mittelfristige Schätzung des Qualifizierungsbedarfs erarbeitet das WIFO regelmäßig Prognosen der Beschäftigungsentwicklung nach Berufsgruppen, Branchen und Geschlecht. Die aktuelle Berechnung deckt den Zeitraum 2006 bis 2012 ab und bietet erstmals detaillierte Prognosen für Branchen, Berufsgruppen und Bundesländer.

Trend zu mehr Qualifikation

Dabei zeigt sich bei einem Wachstum der Gesamtbeschäftigung von knapp einem pro Jahr ein deutlicher Trend zu höheren Qualifikationsanforderungen und zu dienstleistungs- und kundenorientierten Tätigkeiten. Während einfache Tätigkeiten in der Sachgüterproduktion an Bedeutung verlieren, wächst die Nachfrage nach Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich.

Anpassungsbedarf steigt

Dieser Wandel in den Tätigkeitsanforderungen geht häufig mit geänderten Produktionstechnologien oder organisatorischen Veränderungen, erzeugt hohen Anpassungsbedarf am Arbeitsmarkt und verlangt Flexibilität, sowohl von Betrieben als auch von Arbeitskräften.

Rechtzeitiger Start entscheidend

Entscheidend ist, ob die Anpassungsfähigkeit, vor allem die der Arbeitskräfte, mit dem Tempo des Wandels Schritt halten kann. Für die Angleichung der Qualifikationen und der Berufsstruktur am Arbeitsmarkt gilt das besonders, da Aus- und Weiterbildung nicht nur zeitaufwendig und kostenintensiv, sondern auch wesentlich von der Vorbildung abhängig sind.

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