Serie “Zukunft der Arbeit” Teil 8: Gesundheit am Arbeitsplatz

Die Studie “work:design” beleuchtet die Zukunft der Arbeit. Otti&Partner stellt mit freundlicher Erlaubnis des Zukunftsinstituts die einzelnen Kapitel im Detail vor. Diesmal betrachten wir physische und psychische Belastungen im Arbeitsumfeld – und wie Unternehmen auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter achten.

Bisher wurde die persönliche Gesundheit von Arbeitgeberseite häufig als selbstverständlich vorausgesetzt. Diese Einstellung beginnt sich zu wandeln, Unternehmen erkennen ihre (Mit-)Verantwortung für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter und überlegen sich hilfreiche Angebote.

Gesundheit avanciert zum Schlüssel des Unternehmenserfolgs – und ist keine rein körperliche Angelegenheit. In Deutschland sind die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen seit der Jahrtausendwende etwa um 80 Prozent gestiegen, besonders bei Frauen mittleren Alters. Oft ist das die Folge von körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung.

Sport, Sport, Sport

Viele müssen erst wieder lernen, von “funktionierenden” Produktivkräften zu Signalempfängern des eigenen Körpers zu werden, mit denen man sich beschäftigen muss. Der Einklang von Körper, Geist und Seele ist das hehre Ziel, dem man sich durch Ernährung, Sport und Bewegung zumindest annähern kann.

Durch die richtige Gestaltung des Arbeitsumfelds kann man zahlreiche positive Effekte erzielen und wahre “Wohlfühl-Tankstellen” erschaffen, etwa durch den Einsatz von über den Tag veränderten Beleuchtungssituationen oder angenehmer Belüftung statt voller Klimatisierung. Offene und weitläufige Räume mit privaten Rückzugs- und Ruhezonen wirken Wunder, wenn sie richtig gestaltet sind.

Größere Unternehmen haben vielfach schon Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchungen eingeführt, teilweise auch Sportprogramme. Doch auch die psychische Komponente spielt eine entscheidende Rolle. Stressmessungen und Biofeedback helfen, Präventionsmaßnahmen und Stressabbau umzusetzen und echte Regeneration zu ermöglichen.

Psychische Störungen sollen so vermieden werden, denn glückliche Menschen fühlen sich gesünder, sind ausgeglichener und erleben ihre Umwelt positiver, was Auswirkungen weit über die Arbeit hinaus hat. Der Wunsch zur Verbesserung muss vom Mitarbeiter selbst kommen, was man durch eine angenehme Umgebung, hohe Autonomie und offene Systeme am besten erzielt.

Zusammenfassend schlägt sich die Komplexität der neuen Arbeitsformen auf die Gesundheit, denn die Arbeit ist längst zum sozialen Umfeld geworden. Für erfolgreiche Corporate Health Maßnahmen braucht man neben Arbeitsumgebung, Bewegung und Entspannung vor allem auch richtige Ernährung statt ungesundem Kantinenfutter. Nur so werden sich Menschen in der Arbeit fit und gesund fühlen!

Service

Harry Gatterer, Franz Kühmayer, Janine Seitz
“work:design. Die Zukunft der Arbeit gestalten”
Zukunftsinstitut 2012
112 Seiten
ISBN: 9783938284643
EUR 181,90

http://www.zukunftsinstitut.at

 

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