Studie: Erfolgreiche Unternehmensstrategien

Eine aktuelle Studie des Unternehmensberaters osb international, die unter anderem im “Standard” zu lesen war, zeigt unterschiedliche Sichtweisen von Führungskräften und Mitarbeitern auf neue Strategien. Die größte Gefahr dabei: Dass die schönen Pläne in der Schublade verschwinden – oder wirkungslos bleiben.

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Für die Studie im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftskrise und Strategieentwicklung wurden insgesamt 800 bei österreichischen Unternehmen aller Branchen ab 50 Mitarbeitern, davon 300 Topmanager und 500 Angestellte, befragt.

Spannend sind vor allem die unterschiedlichen Sichtweisen zwischen Management und restlichen Mitarbeitern. Bei der Frage, ob es eine formulierte Strategie/Vision für Unternehmen, Produkt und Markt gibt, herrscht mit 82 und 72 Prozent Zustimmung zwischen Führungskräften und Mitarbeitern noch weitgehend Einigkeit. Während sich aber nur 37 von 80 Prozent der Mitarbeiter, die sich dies wünschen, in diesen Prozess stark eingebunden fühlen, sehen fast zwei Drittel der Führungskräfte diese Einbeziehung als gegeben an.

Eine ähnliche Tendenz zeigt sich bei der Kommunikation der Strategie: Zwei Drittel der Führungskräfte meinen, dies aktiv zu tun, aber nur die Hälfte der Mitarbeiter sieht das gleich. Entsprechend gering ist meist die Identifikation mit der Unternehmensstrategie, in der sich nur 41 Prozent der Mitarbeiter wiederfinden, was von Führungskräften laut Studie deutlich höher eingeschätzt wird. Definierte Strategien werden nur zu 50 Prozent als “aktivierend und motivierend”, aber zumindest als konsequent umgesetzt erlebt.

Als zentraler Erfolgsfaktor gilt für beide Seiten mit 70 Prozent Zustimmung eine klare Definition von Maßnahmenpaketen für die Umsetzung. Abweichungen gibt es im oft “technokratischen” Blick von oben auf diese Prozesse, während bei Mitarbeitern ein emotionalerer Zugang vorherrscht. In der gemeinsamen Umsetzung gibt es ebenfalls eine erfreulich hohe Übereinstimmung der Ansichten.

Insgesamt fühlen sich so 70 Prozent der Führungskräfte und 50 Prozent der Mitarbeiter gut für Krisen gerüstet – erfreuliche Werte!

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