Otti empfiehlt: Studie “Weiterbildung 2012”

Zum “Tag der Weiterbildung” gab die Plattform für berufsbezogene Weiterbildung eine spannende Studie in Auftrag. Lesen Sie hier, wieviel Geld die Unternehmen heuer für Weiterbildung in die Hand nehmen – und in welchen Branchen die größten und die kleinsten Budgets dafür vorhanden sind.

Die beste Nachricht zuerst: Österreichische Arbeitgeber nehmen auch heuer häufig Geld für Weiterbildung in die Hand, wenn auch eine Spur weniger als im Vorjahr. 23 Prozent haben mehr Budget für Weiterbildung eingeplant, 2011 waren es 26 Prozent. Nur 9 Prozent müssen ihre Ausgaben heuer reduzieren – nach 4 Prozent im Jahr 2011.

Die von MAKAM market research durchgeführte Studie beruht auf einer repräsentativen Befragung 500 heimischer Unternehmen im April 2012.

Persönlichkeitsentwicklung gefragt

Spitzenreiter bei den Weiterbildungs-Themen ist die Persönlichkeitsentwicklung, gefolgt von Technik und Produktion sowie Verkaufstraining und Marketing. Die Bedeutung von Gesundheitsthemen und Arbeitnehmerschutz hat merklich zugenommen. Interne Zielgruppen sind meist Führungskräfte, Facharbeiter, Berufseinsteiger, Frauen und Wiedereinsteiger.

Ältere rücken langsam in den Fokus

Zu kurz kommen bei der Weiterbildung teilweise älter Arbeitnehmer. So bieten 33 Prozent der Unternehmen Schwerpunkte für Lehrlinge, aber nur 17 Prozent gezielt für Ältere. Acht von zehn Unternehmen setzen bereits auf spezielle Maßnahmen, ein Fünftel der heimischen Unternehmen schult und sensibilisiert die Führungskräfte im Umgang mit älteren ArbeitnehmerInnen.

Rahmenbedingungen müssen passen

Dass ältere ArbeitnehmerInnen sich nicht gerne weiterbilden, ist aus Sicht vieler befragter Unternehmen ein Mythos: 55 Prozent geben an, dass ältere Beschäftigten eine hohe Bereitschaft haben, Neues zu lernen. Allerdings müssen die Rahmenbedingungen passen, eLearning ist in diesem Rahmen nicht optimal.

Weiterbildung als Beschäftigungsturbo

Personalchefs und Geschäftsführer sehen Weiterbildung klar als Chance für den Arbeitsmarkt: 58 Prozent meinen, dass mehr oder andere Angebote die Beschäftigungsquote von älteren Menschen erhöhen würden. 46 Prozent würden mehr Weiterbildung für Ältere anbieten, sofern es dafür mehr Förderungen gäbe.

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