Studie: Arbeitslosenlage bleibt angespannt

Einer neuen Studie zufolge sind in der Eurozone 17,4 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. In Österreich stieg die nationale Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr leicht von 6,1 auf 6,2 Prozent – das sind gut 300.000 Jobsuchende.

In ganz Europa bleibt die Finanzkrise bestimmendes Thema – auch was die Beschäftigungszahlen angeht. Im April hatten laut EU-Statistikbehörde 11 Prozent der Erwerbsfähigen, also 17,4 Millionen Menschen, keinen Job – ein Plus von 110.000 im Vergleich zum Vormonat. Das ist der höchste ermittelte Wert seit 1995, dem Start der Erhebungen.

Die höchsten Zuwächse verzeichneten Griechenland, Spanien und Zypern. Die EU-Kommission sprach in Folge von nicht akzeptablen Werten und will dynamischere Arbeitsmärkte schaffen.

Österreich schneidet etwas besser ab, doch auch hierzulande stiegen die Zahlen auf zuletzt 301.715 Arbeitslose im Mai, ein Anstieg um gut 5 Prozent. In dieser Zahl sind auch knapp 71.000 Personen enthalten, die eine AMS-Schulung durchlaufen.

Besonders betroffen sind neben der Leiharbeitsbranche auch die Bauwirtschaft sowie das Gesundheits- und Sozialwesen. Von den Bevölkerungsgruppen spüren die flaue Beschäftigungslage vor allem Ältere und Ausländer.

Bis 2016 werden laut Sozialminister Hundstorfer rund 750 Millionen Euro in Arbeitsmarktprogramme investiert, adaptierte oder zusätzliche Maßnahmen sind derzeit nicht geplant.

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