Einkommensstudie: Männer hängen Frauen über die Jahre ab

Frauen verdienten auch 2010 im Schnitt weniger als Männer, das Ungleichgewicht sank seit der letzten Erhebung vier Jahre zuvor etwas ab. Problematisch wird es vor allem in der Altersgruppe ab 30. Je länger der Karriereweg dauert, desto mehr verschärft sich das Gefälle zu ungunsten der Frauen.

(c) sxc.hu / mjamesno

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Die Statistik Austria ermittelte für das Jahr 2010 lagen die mittleren Bruttostundenverdienste unselbstständig in der Privatwirtschaft beschäftigter von 12,79 Euro. Mehr- und Überstunden wurden nicht berücksichtigt. Im produzierenden Bereich waren die Verdienste mit knapp 14 Euro traditionell höher als im Dienstleistungsbereich mit 12.

Starke Branchenunterschiede

Am höchsten waren die Verdienste in der Energieversorgung (21,33 Euro), im Bereich Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (18,86 Euro) und im Bereich Information und Kommunikation (18,55 Euro). Die niedrigsten Bruttostundenverdienste wurden mit 7,89 Euro in der Beherbergung und Gastronomie gezahlt.

Frauen holen nur langsam auf

Die Bruttostundenverdienste der Frauen waren im Schnitt über alle Branchen und Berufsgruppenniedriger als die der Männer. Mit 11 Euro lagen die Verdienste der Frauen um 21 Prozent unter jenen der Männer. Bei der letzten Erhebung 2006 waren es sogar noch 22,7 Prozent.

Steigende Benachteiligung

Insbesondere in den Altersgruppen ab 30 Jahren bleiben die Verdienste der Frauen deutlich hinter jenen der Männer zurück. Verdienste steigen zwar mit zunehmendem Alter, bei Frauen jedoch wesentlich langsamer. Mit 50 bis 59 Jahren beträgt der Unterschied das Maximum von 28 Prozent.

Unternehmenstreue lohnt sich

Im Vergleich zu Beschäftigten mit einer Unternehmenszugehörigkeit von unter einem Jahr verdienten Beschäftigte mit einer Dauer von 10 bis 19 Jahren um 45 Prozent mehr und Beschäftigte mit 30 und mehr Jahren fast das Doppelte. Bei dieser Steigerung liegen weibliche Arbeitskräfte voran.

 

 

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