Studie: Mangelnde Ausstiegskultur in Österreich

Die Unternehmensberatung Conecta berichtet im “Standard” über Verbesserungspotenzial im Umgang mit Ausstiegsszenarien, vor allem für ältere Arbeitnehmer, sofern sie nicht gerade in Spitzenpositionen tätig sind.

(c)sxc.hu/jotuloven
(c)sxc.hu/jotuloven

Besonders gefährlich beim schlampigen Umgang mit Ausstiegswilligen im Unternehmen ist neben der menschlichen Komponente vor allem der Wissenstransfer. Viel Potenzial kann bei der Trennung im Dissens verloren gehen, von Expertenwissen über Kundenbeziehungen bis zu Netzwerkanschlüssen.

Durch ungesteuerte Austritte können weder Neuzugänge so vom Wissen ihrer Vorgänger und scheidenden Kollegen profitieren, noch nehmen die frischgebackenen “Pensionisten” ihre Rolle als Botschafter für ihr ehemaliges Unternehmen wahr.

Folgende Fragen sollten laut Conecta geklärt werden, solange dafür noch Zeit ist, also möglichst lange vor dem geplanten Austritt, damit sie idealerweise zu mehreren gangbaren Varianten führen:

  • Was ist in den letzten Arbeitsjahren wichtig?
  • Worauf sollen sich Mitarbeiter zu Beginn der Austrittsphase konzentrieren?
  • Wie können sich Rollen altersgerecht mitentwickeln?
  • Welche wechselseitigen Erwartungen bestehen?

In einem mit Human Ressources abgestimmten Phasing Out kann ein Wissenstransfer dank sauberer Prozesse, mehr Zeitressourcen und klarer Ziele in den letzten Monaten und Jahren reibungslos und für alle Seiten positiver ablaufen, bevor Mitarbeiter in passender Form wertschätzend verabschiedet werden.

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