Studie: Österreichs Wirtschaft wächst trotz Krise deutlich

Die neuesten Daten von Statistik Austria machen Hoffnung. Trotz anhaltend schwieriger internationaler Rahmenbedingungen wuchs die österreichische Wirtschaft vergangenes Jahr um 2,7 Prozent, deutlich stärker als das europäische Umfeld.

(c)sxc.hu/christofho

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Dem mit minus 3,8 Prozent größten wirtschaftlichen Einbruch der Nachkriegszeit im Jahr 2009 folgte somit zum zweiten Mal in Folge ein deutliches Wachstum. Damit hängt Österreich sowohl das durchschnittliche Wachstum von 1,5 Prozent in der Europäischen Union insgesamt sowie im Euroraum ab.

Wachstumsmotor Warenproduktion

Das Bruttoinlandsprodukt legte um fünf Prozent auf gut 300 Mrd. Euro. Dazu trugen vor allem die Herstellung von Waren und das Energiewesen mit einem realen Wachstum von 8,5 bzw. 9,4 Prozent bei. Die Bauwirtschaft legte erstmals seit Jahren zu, im Dienstleistungsbereich setzte das Grundstücks- und Wohnungswesen seine positive Entwicklung fort und überholte das Finanz- und Versicherungswesen.

Investitionen hoch, Konsum schwach

Während die Bruttoinvestitionen im Jahr 2011 vor allem im Bauwesen, bei Fahrzeugen sowie Maschinen und Geräten um fast 10 und die Exporte um gut 7,2 Prozent wuchsen, flaute der Konsumanstieg mit einem knappen Plus von 0,5 Prozent stark ab, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Der gesamtwirtschaftliche Preisauftrieb blieb unter jenem des Verbraucherpreisindex, teurer wurden vor allem Konsumgüter.

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