Studie: Wenn die Bewerbung ins Nirwana verschwindet

Eine Online-Umfrage von monster.at zeigt, dass nur acht Prozent der Bewerber drei Wochen nach erfolgter Bewerbung beim Unternehmen nachfragen – ganz nach dem Motto “Keine Antwort ist auch eine Antwort. Damit leisten sie all jenen Unternehmen Vorschub, die es nicht einmal mehr der Mühe wert finden, ungeeignet erscheinenden Bewerbern zumindest abzusagen.

(c) Muffet / Liz West

(c) Muffet / Liz West

 

Danach befragt, welcher Zeitraum für die Beantwortung ihrer Bewerbung noch akzeptabel sei, antworteten knapp drei Viertel: “Innerhalb von zwei Wochen sollte Standard sein”. Nur acht Prozent fragen nach drei Wochen nach, vier Prozent nach einem Monat. 15 Prozent haben sich noch gar keine Gedanken darüber gemacht.

Rechtzeitig nachfragen
Damit diese Unsitte aber nicht noch weiter einreißt, sollte bei unaufgeforderten Initiativ-Bewerbungen spätestens nach einer Woche- und bei Inserat-Bewerbungen noch vor Ablauf einer Frist von zwei Wochen am besten telefonisch nachgehakt werden.

Korrekter Umgang lohnt sich
Die schlimmste Variante ist gar keine Antwort auf die Bewerbung zu geben – was immer noch vorkomme, so Experten von Monster. Bereits eine automatisierte Meldung direkt nach erfolgter Bewerbung mit Informationen zum weiteren Verlauf würde zur besseren Stimmung zwischen den Beteiligten beitragen. Zudem sollten die Unternehmen daran denken, dass ein anständiger Umgang mit Bewerbern eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist.

 

2 Comments

  1. Sehr geehrter Herr Otti,

    gut, daß Sie auf diese Unsitte hinweisen. Sie kommt häufiger vor als man denkt. Den Vogel abgeschossen hat für mich ein bekannter privater Briefzustelldienst, der mir auf meine Bewerbung nicht nur keine Antwort übermittelte, sondern auch auf meine Mail-Nachfrage nicht reagierte und der seine Stellenanzeige ohne Telefonnummer veröffentlicht hatte. Da ich die Kriterien für diese Stelle locker erfüllt hatte, hätte mich der Grund für die Nichtberücksichtigung schon interessiert.

    Gruß
    Manfred Hornig

  2. Liebes Otti & Partner Team, …

    … mit diesem Thema treffen Sie in Zeiten der gelebten IKT sprichwörtlich “den Nagel auf den Kopf”!

    Als aktiver Arbeit-Suchender kann ich ein Lied davon singen. Und es betrifft wahrscheinlich nicht nur “Top-Job” Suchende wie mich selbst. Denn wenn ich mir vorstelle dass ich für meine Bewerbungen zu einer Position im mittleren Management nur ~ 15% an automatisch generierten (System-)Antworten bekomme und letztendlich nur ~ 2% der angeschriebenen Firmen aktiv Kontakt (egal ob positiv oder negativ) zu mir aufnehmen, dann ist das ein representativer Querschnitt der aufzeigt was die Firmen unter IKT verstehen – nämlich (BewerberInnen-)Daten sammeln und (vermutlich) “versilbern”. Den sprichwörtlichen ‘Bock abgeschossen’ hat ein Unternehmen von dem ich ca. 2min nach dem Absenden
    meiner Bewerbung ein ‘Delete before read’ erhalten habe.
    Meine Erfahrung zeigt auch das Unternehmen wo BewerberInnen ihre Daten in sogenannte Bewerberdatenbanken eintragen zu 99,9%, außer den üblichen “Danke für ihre Bewerbung zu … ” oder “Danke für ihre Registrierung. Wir melden uns wenn … “, keine Antwort mehr erhalten.

    Zu ihrem Tipp “rechtzeitig nachfragen” …
    … kann ich ihnen mitteilen das es wiederum fast alle betroffenen Unternehmen nicht gerne sehen wenn sich ein/e BewerberIn nochmal bei ihnen meldet und sehen das eher als “aufmüpfig” an, was wiederunm eine Absage (war bei all meinen Nachfragen so) mit sich bringt.

    Mein Tipp:
    1) Keinesfalls Daten in Bewerberdatenbanken eingeben. Denn die bleiben dort meist unbeachtet liegen, bis die Firma keine andere Wahl mehr hat – sprich. wenn sie eine Position nicht aus den eigenen Reihen nachbesetzen kann – und darauf zurückzugreift.
    2) Wenn sich ein Unternehmen auf eine Bewerbung nicht innerhalb von (sagen wir mal) 2 Wochen meldet, dann diese Unternehmen schriftlich auffordern ihre Daten gem. §27 DSG 2000 (i. d. g. F.) zu löschen und ihnen hiervon gem. §27 Abs. 4 DSG 200 (i. d. g. F.) eine Bestätigung zukommen zu lassen. Sie werden staunen wieviele Unternehmen dann Kontakt zu ihnen aufnehmen und aus ihrer Sicht diverse Umstände bzgl. Verzögerung u.s.w. zu erklären versuchen.

    Also dann, schönen Tag noch und
    lG
    Christian

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