Studie: “Job fürs Leben” verliert an Attraktivität

Wie der “Standard” berichtet, nimmt laut einer Umfrage des Linzer Market-Instituts die Selbstüberschätzung junger Mitarbeiter klar zu, die Suche nach einem “Job fürs Leben” wird hingegen unwichtiger.

(c) sxc.hu / fakhar

Die Ergebnisse der Befragung sind recht eindeutig: 48 Prozent der Personalverantwortlichen haben beobachtet, dass junge Männer vermehrt zum Jobwechsel neigen, bei Frauen sind es immerhin noch 36 Prozent.

Befragt wurden dabei 283 repräsentativ ausgewählte Unternehmer, Personalmanager und Personalberater zur wirtschaftlichen Situation, Schwierigkeiten beim Recruiting und zum Bild, das junge Bewerber und Mitarbeiter bieten.

Männliche und weibliche Bewerber unterscheiden sich überraschend deutlich: 48 Prozent der Befragten erkennen zunehmende Selbstüberschätzung bei männlichen Bewerbern, bei Frauen ist es nicht einmal jede Fünfte. Minderwertigkeitsgefühle plagen wiederum 19 Prozent der weiblichen, aber nur fünf Prozent der männlichen Bewerber.

Punkten können Frauen generell mit Genauigkeit bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, 15 Prozent beobachten hier bei Männern eine Verschlechterung. Auch in der Teamarbeit liegen sie klar vorne, denn bei männlichen Mitarbeitern fallen oft mangelnde Kommunikations- und Teamfähigkeit auf.

Positiv ist der Trend zum gepflegteren Auftreten, sowohl bei Frauen als auch Männer. Was hingegen immer häufiger fehlt, sind korrekte Umgangsformen, Ordnungsliebe, Pünktlichkeit und Frustrationstoleranz.

Sehr wichtig bleiben vollständige Lebensläufe und unzureichende Berufserfahrung, hier kann man einfach und schnell schon beim Erstkontakt punkten!

1 Comment

  1. Eine sinkende Frustrationstoleranz kann ich ebenfalls erkennen. Das liegt meinen Beobachtungen nach darin begründet, dass den Mitarbeitern immer mehr zugemutet wird ohne ihnen den Rücken bei eigenständigen Entscheidungen frei zu halten! Daraus leite ich mangelnde Führungsqualitäten der mittleren und höheren Managementebenen ab! Nur weil Untergebene dem Manager zuarbeiten bedeutet das nicht, dass diese auch für ihn da sind um ihm/ihr den Rücken frei zu halten. Das sollte umgekehrt viel ausgeprägter sein. Leider kann ich das nur selten beobachten, wohl auch deshalb, weil sich Führungsqualifikationen auf Grund der zunehmenden Arbeitskomplexität immer mehr an der fachlichen Eignung anstatt am Charakter und dem Charisma der Person bemessen.

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