Ottis Expertentipp – Do’s und Dont’s: Firmen-Weihnachtsgeschenke

Es ist nicht mehr so einfach wie früher, doch es gibt sie noch, die erlaubten Weihnachtsgeschenke im beruflichen Bereich. Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt. So klappt’s auch mit den Geschäftspartnern, Kunden – und Mitarbeitern!

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Korruptionsskandale sind in aller Ohren, Bestechungsversuche schnell unterstellt. Die wichtigste Regel lautet daher auf jeden Fall, die Geringfügigkeitsgrenze von 100 Euro nicht zu überschreiten, von reinen Geldgeschenken sollte man unbedingt Abstand nehmen.

Gern gesehen ist mit Sicherheit auch der Hinweis, dass und wie man das Präsent gegebenenfalls retournieren kann. Auch wenn nicht jedes kleine Präsent gleich als Bestechungsversuch ausgelegt wird, ist der Strafrahmen mit bis zu zwei Jahren ganz schön geschmalzen.

Ganz so streng wie die Deutschen oder gar amerikanische Konzerne sind die Österreicher zwar noch nicht, dennoch regeln immer mehr größere Unternehmen den Umgang mit Geschenken in den Compliance Regeln. Gibt es diese nicht, muss man sich (außer bei Amtsträgern) auf sein Gefühl verlassen. Im Zweifel gilt: Weniger ist meistens mehr!

Eigene Mitarbeiter dürfen übrigens auch nicht unbegrenzt steuerfrei beschenkt werden: Hier liegt die gesetzliche Grenze bei einem Euro pro Tag, also in Summe 365 Euro. Darunter fallen auch Firmenfeiern oder Betriebsausflüge, ja sogar das Weihnachtsessen. Empfangene Sachgeschenke oder Gutscheine sind bis 185 Euro steuerfrei.

Achtung: Darüber liegende Beträge gelten als steuerpflichtiger “Vorteil aus dem Dienstverhältnis”. Nicht zu den Sachzuwendungen zählen übrigens Bargeld oder Goldmünzen, diese müssen immer versteuert werden!

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