Ottis Expertentipp: Entschleunigen, aber richtig!

Das Jahr 2013 ist noch nicht alt, und doch fühlen sich viele nach den stressigen ersten Monaten schon wieder ausgelaugt. Wohlfühl-Massagen und Wellness-Wochenenden sollen das Problem aus der Welt schaffen, besser noch die Entspannungstherapie während man schläft. Wir haben uns umgehört, was wirklich wichtig ist.

(c)sxc.hu/asifthebes

Der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit  ist mit Abstand der wichtigste: Ergründen Sie Ihre Motive, die zum Änderungswunsch führen. Auch wenn diese oft scheinbar auf der Hand liegen (“Zu viel Arbeit”), verdecken oberflächliche Probleme oft tiefer sitzende Ursachen. Nehmen Sie sich dafür genug Zeit – es geht immer noch schneller, als falsche Fährten zu verfolgen und danach erst recht von vorne starten zu müssen.

In Folge können Sie die notwendigen Änderungen ermitteln, die Sie Ihren Zielen näher bringen. Dazu zählen etwa der Abbau von Überstunden, die Vergrößerung des Teams, eine genauere Abgrenzung oder die Veränderung Ihres Tätigkeitsfeldes oder die Einführung flexiblerer Modelle. Lassen Sie auch “große” Lösungen wie firmeninterne Alternativen oder gar einen Jobwechsel nicht außer Acht.

Wichtig ist, dass Sie sich Ihrer finanziellen Situation bewusst bleiben. Rechnen Sie die verschiedenen Szenarien durch, unter Umständen auch mit einem Experten aus Ihrem Bekanntenkreis oder Ihrem Steuerberater. Gehen Sie davon aus, dass nicht alles auf Anhieb klappt und Änderungen sich stets auch finanziell auswirken. Nehmen Sie auf ausreichende Sicherheiten und Abhängigkeiten (etwa Ihre Familie, unterstützungsbedürfige Freunde/Verwandte) Rücksicht.

Wenn der Wandel beginnt, stellen Sie sich auf Widerstände ein. Wer etwas anders machen will, was “schon immer so gemacht wurde” oder “noch nie anders war”, muss sich auf Gegenwehr der Bewahrer einrichten. Auch der eigene Körper und die Psyche sind Routinen gewohnt, Neues wirkt schnell bedrohlich – aber nur kurz. Auf ernsthafte und berechtigte Rück- bzw. Gegenfragen sollten Sie gute Antworten bereithalten, der Skeptikern den Wind aus den Segeln nimmt.

Auch Korrekturen oder die Rücknahme einer Entscheidung sind erlaubt. Veränderung ist keine Einbahnstraße, speziell dann nicht, wenn Sie von Ihnen selbst initiiert wurde, um Ziele zu erreichen. Stellen sich das erwartete Gleichgewicht oder die sonstigen erhofften positiven Veränderungen auch nach einer Toleranz- und Umstellungszeit gar nicht ein, starten Sie noch einmal von vorne – bei ddem Schritt, der in Ihren Augen der letzte erfolgreiche war.

Wir ändern uns alle – unser ganzes Leben lang. Das macht zuversichtlich, für alles gerüstet zu sein, was an unbekannten Dingen auf uns zukommt.
Viel Erfolg!

 

Schreibe einen Kommentar