Neu ab Juli: Bildungsteilzeit als Alternative zur Bildungskarenz

Mit dem neuen Weiterbildungsinstrument für Arbeitnehmer kann die Arbeitszeit für Weiterbildungszwecke maximal zwei Jahre lang reduziert werden. Ein Teil des Verdienstentganges wird dabei vom Arbeitsmarktservice (AMS) kompensiert, das auch für die Abwicklung zuständig ist.

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Die Offensive hat eine allgemeine Höherqualifzierung zum Ziel, speziell auch bei Personen mit niedrigem Einkommen. Das im Fall einer Bildungskarenz ausbezahlte Weiterbildungsgeld war für viele zu niedrig. Die Kosten für diese und ergänzende Initiativen werden auf 24 bis 26 Millionen Euro geschätzt.

Der Vorteil liegt vor allem darin, dass man im Arbeitsprozess bleibt und den Anschluss nicht verliert, was bei einer bis zu einjährigen Bildungskarenz häufiger der Fall ist. Das Interesse der Unternehmen ist laut Arbeiterkammer jetzt schon hoch. Auch die Wirtschaftskammer begrüßt die Bildungsteilzeit.

Ein Anrecht auf Bildungskarenz und Bildungsteilzeit gibt es übrigens weiterhin nicht, viele Unternehmen zeigen sich aber kooperativ, wenn man sich weiterqualifizieren will. Die Mindestdauer von vier Monaten bei zehn Wochenstunden sorgt dafür, dass ein Missbrauch der Maßnahme schwierig wird – etwa um in schwächeren Monaten Personalkosten zu senken.

Aus unserer Sicht bringt die neue Bildungsteilzeit mehr Flexibilität und Möglichkeiten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

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