Studie: Risiko bei Dienstreisen wird unterschätzt

Wie der karriere.at-Blog enthüllt, sind Dienstreisen zwar beliebt, aber für den Arbeitnehmer nicht ganz ungefährlich. Mögliche Pannen gibt es genug, vom gestohlenen Geld bis zum Unfall im Ausland. Gerade für kleinere Unternehmen kann das existenzbedrohend werden – doch auch die Betroffenen gehen oft ein Risiko ein.

(c)sxc.hu / BCN 2006a

3,7 Millionen Geschäftsreisen gab es laut Statistik Austria allein im Vorjahr, somit ist jeder dritte Arbeitnehmer mindestens einmal jährlich für sein Unternehmen auf Achse. Ein Drittel der in dienstlicher Mission reisenden Mitarbeiter führte zu Pannen, die oft auf die leichte Schulter genommen werden, wie eine aktuelle Allianz-Studie zeigt.

Das Risiko wird dabei unterschätzt, denn der Dienstgeber haftet gegenüber den Arbeitnehmern. Ein Notfall kann schnell mehrere hunderttausend Euro kosten – nicht nur für Kleinstbetriebe problematische Summen. Viele erwischt es dabei kalt, denn nur 1,8 Prozent der Befragten rechnen mit Problemen.

An der Spitze der Problemliste steht verlorenes Gepäck, zehn Prozent hatten bereits Unfälle oder Auto-Probleme. 8,4 Prozent wurden auf offener Straße, weitere 6,2 Prozent in ihrer Unterkunft bestohlen. Gefährlich ist dabei die beschränkte Haftungssumme, wenn keine eigene Reiseversicherung abgeschlossen wurde.
Vielen Dienstgebern sei nicht bewusst, dass sie sich bei Geschäftsreisen in rechtlicher Haftung gegenüber den Mitarbeitern befinden – und sich um die entsprechende Versicherung kümmern müssen. Existiert eine solche nicht, am besten um ein klärendes Gespräch bitten und notfalls selbst versichern. Und niemals vergessen: Auch bei rascher Hilfe vor Ort Unterlagen und Belege immer mitnehmen!

Schreibe einen Kommentar