Studie: Zeit der Helden an der Unternehmensspitze vorbei

Erfolgreiche Führung entsteht durch erfolgreiche Mitarbeiter – diese Einstellung setzt sich mehr und mehr durch. Sozialkompetenz, Glaubwürdigkeit und Konfliktfähigkeit werden von Führungskräften erwartet, die 6 von 10 Befragten eher als “getriebene und gehetzte Troubleshooter” wahrnehmen. Jede zweite Führungskraft fühlt sich dabei überfordert.

(c)SaraiRachel

Für 80 Prozent der Manager in Österreich und Deutschland hat sich Führung in Unternehmen in den letzten Jahren stark verändert. Mitarbeiter wie Führungskräfte wollen weg von negativen Bildern und wünschen sich in Zukunft mehr Miteinander statt heroischer Alleingänge. Gefragt sind heutzutage integrationsstarke Teamplayer.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Systemberaters osb international unter 600 Führungskräften und 1.500 MitarbeiterInnen in österreichischen und deutschen Unternehmen von osb international, einem führenden Unternehmen. Als entscheidend wurden dabei Mobilisierung und Motivation der Mitarbeiter durch verbindliche Entscheidungen, Offenheit für Neues sowie Flexibilität bezüglich Strukturen und Prozess identifiziert.

Hohe Erwartungen also an die Unternehmensspitze, die bereits stark unter Druck steht: 63 Prozent der befragten österreichischen Führungskräfte sagen, der Rhythmus von Besprechungen, Themen und Aufgaben sei bedrohlich schnell geworden. Mehr als die Hälfte fühlt sich am Ende eines Tages häufig leer und kaputt. Die Folge: Führungskräfte  werden häufig als getriebene und gehetzte Troubleshooter erlebt. Orientierung und Sinnvermittlung für die Teams bleiben dabei auf der Strecke.

Jede zweite Führungskraft sieht sich nicht mehr in der Lage, die Dinge zu steuern und fühlt sich vom Unternehmen unablässig überfordert. Nahezu die Hälfte gibt an, ihre MitarbeiterInnen klagten über fehlende Orientierung und ihren Workload – und es würde ihnen ebenso ergehen, sie ließen sich aber nichts anmerken. Ebenso viele fühlen sich oft entmutigt, wenn sie an die zukünftige Steuerung ihres Unternehmens und ihre Rolle als Führungskraft denken.

Beunruhigende Ergebnisse, die zum Nachdenken anregen und uns manche Entscheidungen hinterfragen lassen sollten. Führungskräfte tragen eine Mitverantwortung für Zufriedenheit und Gesundheit der MitarbeiterInnen. Sie stehen unter wirtschaftlichem Druck müssen sich aber dennoch Zeit für die langfristige Perspektive des Unternehmens reservieren. Zeit für Führungsaufgaben und Kommunikation macht sich immer bezahlt!

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