Studie: Mehr unbesetzte Stellen bei steigender Arbeitslosigkeit.

Der renommierte internationale Personaldienstleister Hays hat seine Studie für 2013 veröffentlicht, in der erstmals auch Österreich erfasst ist. Diese bestätigt, dass die Weltwirtschaft an einem Mangel an Fachkräften leide – davon seien 18 der 30 führenden Volkswirtschaften betroffen.

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Das Paradoxe an der Situation ist, dass die Arbeitslosigkeit weiter steigt während sich die Zahl der unbesetzten Stellen ebenfalls erhöht– so auch in Österreich. Das sei auf den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zurückzuführen, weshalb Hays empfiehlt, dass sich Staaten und Unternehmen enger vernetzen, um den Bedarf decken zu können. Ein spezielles Problem in Österreich ortet Hays im erheblichen Druck auf Löhne in höherqualifizierten Berufen, ausserdem verstärken regulatorische Hürden die Probleme auf dem Arbeitsmarkt – trotzdem hält sich Österreich im „Global Skills Index“ mit einem Wert von 5.0 im Mittelfeld.

Beschäftigungs- und Bildungspolitik als Lösung

Global stellt die Hays-Studie 2013 fest, dass die wirtschaftliche Situation kaum Einfluss habe, sondern die Beschäftigungs- und Bildungspolitik das Problem des Fachkräftemangels lösen würde. In dem Zusammenhang kritisert Hays die Bildungssysteme der meisten Länder, welche kaum Absolventen hervorbrächten, deren Qualifikation von Unternehmen gebraucht würden.

Betrachtet man die Informationen der Hays-Studie, so verwundert es nicht, dass laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung in Österreich 66 Prozent der Befragten befürchten, dass in den nächsten Jahrzehnten die Fachkräfte ausgehen.

Dabei glauben 57 Prozent der Befragten, dass mit Zuwanderern aus dem Ausland der inländische Mangel an Fachkräften kompensiert werden könne. Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann-Stiftung, warnt vor einem internationalen Wettbewerb hochentwickelter Staaten um die wenigen Fachkräfte: „Alle Staaten müssen stärker in Bildung und Ausbildung investieren.“

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