Ottis Expertentipp: My Office is my Castle

Arbeitsräume haben Auswirkungen auf die Arbeitsmoral

Die Architekturpsychologie ist eine relativ junge Wissenschaft und beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Architektur auf den Menschen. Dieses Wissen wird in den kommenden Jahren an Wert gewinnen wenn es darum geht, moderne Arbeitsformen und -welten zu definieren.

(cc) Eric Murray

Unternehmen haben erkannt, dass Produktivität mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter einher geht – dies hat auch Auswirkungen auf die Loyalität der Mitarbeiter. So ist es kein Wunder, dass man bald auf Erkenntnisse der Architekturpsychologie zurückgriff, die konstatiert, dass Performance, Motivation aber auch soziale Kontakte nachhaltig von der inneren und äusseren Gestaltung der Büroräumlichkeiten beeinflusst wird. Auch die Büros umgebende Infrastruktur hat massgeblichen Anteil an der Mitarbeiterzufriedenheit.

Viele Jahre setzte man auf Grossraumbüros, die Transparenz- und Kommunikations-fördernd wirken sollten. Davon raten Experten mittlerweile ab, denn sie entsprechen nicht den Bedürfnissen der Arbeitnehmer, verursachen sogar Stress und können krank machen. Die Experten, darunter Forscher des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts, empfehlen sogenannte „Flexibüros“ oder „Activity Based Working“.

Hierbei geht es darum, je nach Tätigkeit die richtige Arbeitsumgebung vorzufinden – Teile für Gemeinsames, für Telefonate oder aber auch Bereiche für konzentrierte Einzelarbeit.

Das Wichtigste ist aber die sogenannte „Umweltkontrolle“:

So sollen Mitarbeiter ihre Umwelt nach persönlichen Vorlieben gestalten, wie zum Beispiel die Möglichkeit die Lichtverhältnisse, die Lüftung oder Beschattung auf ihre Bedürfnisse einstellen zu können.

Ebenfalls stressmindernd  sind persönliche Noten am Arbeitsplatz, wie eigene Pflanzen, Dekorationen oder ähnliches. Dafür muss man den Mitarbeitern ein gewisses Mass an Mitbestimmung  gewähren.

Die wichtigsten Indikatoren laut Fraunhofer-Institut sind Sicherheit, Proportionen und Raumgeometrien, Luft und Geruch, Abwechslung und Individualität, Corporate Culture, Technikintegration, Materialität, Licht, Akustik und Blickbeziehungen.

Damit erreicht ein innovatives Unternehmen physisches und psychisches Wohlbefinden, gesteigerte Leistungsfähigkeit und Konzentration und in weiterer Folge auch ein positives soziales Verhalten.

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