Prognose: Wirtschaft ab 2014 stärker?

Wie Wifo und IHS in ihren jüngsten Konjunkturprognosen berichten, wächst die Wirtschaft in Österreich ab 2014 wieder kräftiger. Real sollen es 1,7 Prozent Wachstum sein, 2015 sogar noch mehr. Aber auch die Arbeitslosigkeit wird auf hohem Niveau bleiben.

(cc)sxc.hu/Carlos Oliveira

„Die Krise ist noch nicht vorbei,“ warnt Karl Aiginger, Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) vor zu viel Optimismus. Investitionsfreudigere Firmen und die Belebung des Außenhandels würden zwar das Wachstum ankurbeln, doch der Privatkonsum steige nicht ausreichend, um den Aufschwung zu stützen.

Problematisch sind hier die mäßige Lohnentwicklung und die angespannte Arbeitsmarktlage. Zwar gibt es eine „leichte Erhöhung der realen Bruttoverdienste“, die aber durch die Zunahme der Steuer- und Abgabenquote aufgezehrt werden.

Trotz leicht positiver Konjunkturentwicklung bewegen sich alle Prognosen auf dünnem Eis, da schlechte Nachrichten sofort wieder eine Abwärtsentwicklung verursachen. Auch das Institut für Höhere Studien (IHS) bleibt vorsichtig. „Die Lage stabilisiert sich, und wir kehren allmählich zu neuem Wachstum zurück,“ so IHS-Chef Keuschnigg.

Der einzige echte Konjunkturmotor ist laut den Prognosen das Wachstum der Exporte und Importe, das sich 2014 beschleunigt und auf 5 bis 5,5 Prozent steigt. Für 2015 erwartet man sogar ein noch stärkeres Plus von 6 Prozent. Gestützt werden diese Prognosen durch die höhere Nachfrage aus den USA und Deutschland – laut Aiginger ein „Signal für die derzeitige Wettbewerbsstärke Österreichs”.

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