Ottis Expertentipp: “Mindfulness“ gegen Stress

Goldman Sachs, Nike, Google – das sind nur einige Global Player, die auf einen neuen Trend zurückgreifen, um Arbeitsprozesse zu optimieren und die Gesundheit der Mitarbeiter zu stärken. “Mindfulness Based Stress Reduction” heißt das neue Zauberwort. Zu Deutsch: Nichtstun, Achtsamkeit, Loslassen.

(cc)sxc.hu/Knezevic

Mit diesem Konzept wollen die Firmen ihren Mitarbeitern ein Gegenstück zum andauernden Online-sein und zum Dauerstress bieten – strukturiert werden alte buddhistische Weisheiten und Meditationstechniken vermittelt.

In der Hirnforschung war es schon länger bekannt, was nun durch Kernspintomografien wiederholt gemessen wurde: Meditierende können negativen Stress wesentlich schneller loswerden konnten als Nicht-Meditierende. Jetzt hat diese Erkenntnis auch die Führungsebenen von Unternehmen erreicht – entsprechende Anti-Stress-Programme boomen geradezu.

Sie dienen auch dem Interesse der Unternehmen: Ständiger Stress senkt die Stimmung, macht vergesslich und zieht eine Reihe von Folgeerkrankungen nach sich, von schlechterer Immunabwehr, über chronische Schmerzen und Burnout bis hin zu massiven körperlichen Schäden.

Als Gegenstrategie setzen die Unternehmen nun auf die innere Widerstandskraft ihrer Mitarbeiter. Die Achtsamkeitsübungen sollen helfen, den negativen Gedanken und Emotionen positiv zu begegnen. Auch die Europäische Gesundheitsagentur unterstützt die Firmen in dieser Strategie. 2014 beginnt sie eine Kampagne, die sich dem Stress-Management widmen wird.

Und auch die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht den Dauerstress und seine Folgen als bedrohliches Massenphänomen. Zusätzlich sorgt die Wissenschaft mit immer neuen Erkenntnissen dafür, dass die „Esoterik“ wohl schon bald Teil von Unternehmensstrategien wird. So hat das Max-Planck-Institut ein Forschungsprojekt gestartet, das die positiven Effekte der Meditation nachweisen soll.

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