Studie: Flexible Arbeitsplätze werden die Norm

Eine Umfrage des Office-Ausstatters BakkerElkhuizen unter 400 Human-Ressources-Professionals zeigt: Flexibles Arbeiten ist in westeuropäischen Ländern immer öfter die Norm, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen.

(cc)sxc.hu/Sasvari

England zeigt sich bei der Umfrage unter dem Titel “Flexibles Arbeiten 2013” als klarer Vorreiter: Bereits bei 64 Prozent aller befragten Unternehmen ist das flexible Arbeiten seit über einem Jahr eingeführt. In Deutschland liegt die Quote bei 57 Prozent und in den Niederlanden 48 Prozent. Belgien liegt hier noch zurück, ist aber im Begriff, aufzuholen.

Die Gründe für die Einführung sind durchaus unterschiedlich. Während Unternehmen in Deutschland, England und Belgien das flexible Arbeiten in Hinblick auf das Personal eingeführt haben, ist in den Niederlanden die wichtigste Triebfeder die Kosteneinsparung. Interessant sind die unterschiedlichen Arbeitsplatzkonzepte in den einzelnen Ländern. Die Varianz bei festen, mobilen oder sogar Heimarbeitsplätzen ist enorm.

Zum Vergleich: In Deutschland arbeiten 80 Prozent der deutschen Unternehmen nach wie vor mit festen Arbeitsplätzen. In Belgien, Niederlanden und England ist dieser Wert signifikant niedriger und pendelt sich durchschnittlich mit nur 50 Prozent festen Arbeitsplätzen ein. Am flexibelsten sind die Niederlande – 80 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten dort nach diesem Konzept.

Überraschend waren die Ergebnisse in Bezug auf Home Offices. Während die HR-Manager einen guten Einblick haben, da es dort Hausbesuche gibt, haben viele Unternehmen in den Benelux-Ländern und in Deutschland kaum Einblick in die Qualität der häuslichen Arbeitsplätze. In allen Ländern gaben die HR-Professionals an, die Mitarbeiter beim flexiblen Arbeiten gut zu unterstützen.

Auch hier sind die Niederlande Spitzenreiter mit einem sehr hohen Angebot an Schulungen und Trainings. Mit Trainings und Schulungen gehen die Deutschen eher sparsam um – durchaus problematisch, da 87 Prozent der Befragten Komfort und Effizienz als wesentliche Voraussetzungen für das Gelingen des flexiblen Arbeitens nennen.

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