Berufsbegleitend Studieren – ein gekonnter Parcours

Immer mehr Leute legen Wert auf eine gute und fundierte Ausbildung, selbst wenn man bereits mitten im Berufsalltag steht. Die Möglichkeiten, ein fehlendes Studium nachzuholen oder ein weiteres anzuhängen, sind heutzutage vielfältig. Immer mehr Institutionen bieten berufsbegleitende Studiengänge an, teilweise kann man sogar im Rahmen eines Fernstudiums an einer ausländischen Einrichtung studieren.

cc(pixelio.de)MArianne J

Die Entscheidung, ein berufsbegleitendes Studium zu beginnen, sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn für die Dauer der Ausbildung erwartet einen eine Zeit voller Einschränkungen. Nicht nur das soziale Leben muss zurückgeschraubt werden – Zeit für Hobbies, Freunde und Familie wird rar, auch mit finanziellen Einbußen muss gerechnet werden.

Die Anbieter solcher Studiengänge gehen zwar mittlerweile immer mehr auf die privaten Bedürfnisse der Studenten ein, dennoch ist es empfehlenswert, die Arbeitszeit während des Studiums zu reduzieren. Die FHWien hat etwa begonnen, die Studienzeit für berufsbegleitende Studenten so zu planen, dass sich die Lehreinheiten gut mit den Lebensbedingungen vereinbaren lassen.

Die Einheiten sind in diesem Fall donnerstags und freitags geblockt und es gibt eine Intensivwoche in den ersten drei Semestern. So müssen die Studenten nicht nach einem langen Arbeitstag auch noch in den Hörsaal. Wie auch immer verteilt, kann man trotzdem davon ausgehen, dass man 20 Lehreinheiten pro Woche mit Anwesenheitspflicht absolvieren muss. Das summiert sich mit einem 40-Stunden-Job auf 60 Wochenstunden, ohne Mittagspause, ohne Transferzeiten, ohne Lernen.

Das Privatleben und auch die Regenerationszeiten kommen erst danach. So ein Plan kann sehr leicht ins Burnout führen. Viele Dienstgeber sind aber durchaus bereit, das Arbeitsausmaß einvernhemlich zu reduzieren. Es ist wichtig, hier das Gespräch zu suchen und den Arbeitgeber von Anfang an miteinzubinden. Gemeinsame Ziele erleichtern einem die bevorstehende Zeit ungemein. Manche Arbeitgeber kommen einem auch mit unbezahltem Urlaub entgegen oder beteiligen sich an den Kosten.

 

„Ein schlauer Arbeitgeber wird Angestellte, die berufsbegleitend studieren wollen, an sich binden und entwickeln wollen.“ so Nikolaus Koller, Leiter des Instituts für Journalismus und Medienmanagement an der FHWien.

 

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