Skurrile Bewerbungsgespräche

Die deutsche Wochenzeitung „Die Zeit“ hat unlängst ihre Leser dazu aufgerufen, ihre skurrilsten und ungewöhnlichsten Erfahrungen mit Bewerbungsgesprächen zu teilen –  über Facebook, Twitter oder Email. Dabei ist ein Sammelsurium an wirklich außergewöhnlichen Dingen zusammengekommen. Wir haben die Highlights für Sie!

cc(pixelio.de)GG-Berlin

In einem Bewerbungsgespräch können einem schon mal ungewöhnliche Situationen und Fragen unterkommen. Einem Bewerber wurde zum Beispiel wegen seiner vietnamesischen Abstammung danach gefragt ob er diese „Ching-Chang-China Sprache“ spreche. Dies ist natürlich arbeitsrechtlich ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz! Wunderliche Rückschlüsse können einem auch passieren, wenn man Niederländisch und Flämisch als Muttersprache angibt. Hier liegt für manche Personaler der Verdacht nahe, man würde dann bestimmt auch Drogen nehmen…

Eine Personalerin weiß von einer Dame zu berichten, die auf die Frage, warum sie sich eine Karriere in der Health-Care Branche wünscht, geantwortet haben soll, sie verbinden intensive Gefühle mit der Branche, sie hatte schließlich einmal etwas mit einem Arzt. Bei einem Bewerbungsgespräch bei einem Waffenhersteller,  kann es einem auch mal passieren, dass der Arbeitsort zwar noch nicht genannt werden darf, aber ein Hinweis verrät, dass es dort sehr heiß sein wird.

Man sollte auch nicht vom Äußeren auf die Position schließen: Ein Teilnehmer berichtete über sein Gespräch in einer Niederlassung voller Anzugträger mit dem einzigen Menschen der einen Blaumann trug und kurz zuvor den Boden aufwischte – seinem neuen Chef, der beim Lackieren seinen Kaffee verschüttet hatte.

Solche Szenarien sind nicht neu – darum hat die GPK zusammen mit der Wirtschaftsuniversität Wien die Studie „Careers Best Recruiters“ ins Leben gerufen, die Mystery Shopping zu Mystery Jobbing umgewandelt hat. Dazu wurde die Fake-Identität der Layla Aktürk erfunden, die sich nach erfolgreichem Bachelorstudium um ein Praktikum bewirbt. Mehr als 1000 Initiativbewerbungen wurden versendet.

Das Ergebnis ist ernüchternd: gerade einmal 40% haben überhaupt geantwortet, mit hauptsächlich Standardantworten und nur 17% gaben eine Begründung für eine Absage an. Bei den Bewerbungsgesprächen die Frau Aktürk dann letztendlich doch hatte kam es unter Anderem zu folgenden skurrilen Frage, die wohl den Bewerber aus der Reserve locken sollen:

  • Welches Tier oder Fahrzeug wären Sie, wenn Sie sich beschreiben müssten?
    •    Wann und wo wurde geheiratet? Welcher Landsmann?
    •    Magst du Regen? Was tust du, wenn es regnet?
    •    Bist du verrückt? Was ist verrückt?
    •    Können Sie überhaupt lesen und schreiben?
    •    Sind Sie auch froh, dass es schon Freitag ist?
    •    Was würden Sie täglich machen, wenn Sie keinen Zwängen unterliegen würden?
    •    Sind Sie nicht viel zu alt für unser junges Team?

Schreibe einen Kommentar