Motivationsloch als Falle für Führungskräfte

Das Galileo Institut hat untersucht, wie Manager mit ihren Motivationstiefs umgehen. Dabei wurde herausgefunden, dass sie oft nicht mehr richtig aus dem Loch herauskommen. Für mehr als hundert Führungskräfte – quer durch alle Branchen – lässt sich Erfolg nicht mit Erfüllung unter einen Hut bringen. Viele denken daher über einen Absprung nach.

(c) pixelio.de / St. Kaczkowski

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64 Prozent der besten Führungskräfte sind dabei, ihren Absprung vorzubereiten, da sie in ihrem Unternehmen nur geringe oder gar keine Möglichkeit sehen, der misslichen Situation zu entkommen. Ganze 86 Prozent kennen das Gefühl, persönlich beruflich erfolgreich und innerlich unzufrieden zu sein, knapp die Hälfte der Befragten zieht einen Positionswechsel in Betracht.

Das Unternehmen zu wechseln kommt für 42 Prozent in Frage, 22 Prozent möchten einen Komplettausstieg und 7 Prozent erhoffen sich einen Motivationsschub durch eine Beförderung im Unternehmen.

Dieses äußerst bedenkliche Ergebnis bedeutet für Unternehmen, dass gerade auch besonders engagierte und fachlich kompetente Mitarbeiter – trotz steiler Karriere – nicht immer motiviert bleiben müssen. Es liegt nahe, dass unmotivierte Führungskräfte durch ihre Stimmung auch auf die Mitarbeiter ausstrahlen können.

Die Gründe für die Unzufriedenheit wurden in der Studie in fünf Cluster zusammengefasst:

  1. Hoher Druck, hohe Arbeitslast, zu wenig Zeit und zu viel Stress
  2. Langeweile, zu wenig Abwechslung, zu wenig Herausforderungen
  3. Keine Förderung, keine Führung von Vorgesetzten, keine Perspektiven und eine unklare Ausrichtung
  4. Streben nach Selbstbestimmung
  5. Sinnfrage, innere Unruhe, ist das wirklich der richtige Weg?

Eine mögliche – und einfache Lösung in Form eines ersten Schritts wurde ebenfalls von den Befragten aufgezeigt: mehr Wertschätzung!

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