Was kostet ein Praktikum bei Ihnen?

Diese Frage wird mittlerweile, immer häufiger gestellt. Um den Fuß in die Tür zu bekommen, ist manchmal auch finanzieller Einsatz notwendig, falls das entsprechende Netzwerk fehlt. Man kauft sich sozusagen ein, aber was sind die Konsequenzen?

cc(pixelio.de)bbroianigo

In Zeiten hoher Jugendarbeitslosigkeit nimmt man immer öfter vermeintlich attraktive Karrierechancen gepaart mit mauem Ausbildungsfokus in Kauf – und zahlt dafür auch noch mehrere tausend Euro, um sich gegen den Mitbewerb am Arbeitsmarkt behaupten zu können. In den USA ist diese Taktik mittlerweile gang und gäbe, besser qualifizierte Bewerber werden häufig finanziell überboten. Die Praxis führt zu kontroversen Diskussionen.

Unternehmen profitieren natürlich von diesem Trend, da sie damit Kosten senken können und billig an Arbeitskräfte herankommen. Für die Praktikanten und deren Familien sieht die Sache anders aus. Ein unbezahltes Praktikum kostet mitunter so viel, dass man Schulden für die Hoffnung auf einen späteren Erlös auf sich nimmt. Die Rechnung geht aber nicht immer auf.

Auch auf die Schere zwischen Arm und Reich hat das System seine Auswirkungen. Je weniger vermögend man ist, desto schlechter ist in der Regel auch das Netzwerk und umso mehr steigt der Druck, finanzielle Mittel für Karriereperspektiven einzusetzen. Lagerdenken statt Solidarität ist an der Tagesordnung.

Die langfristige Auswirkungen auf Unternehmen, die im Recruiting Vermögen vor Leistung setzen, wird sich erst herausstellen. Sparen an der falschen Stelle kann sich rächen!

Schreibe einen Kommentar