Die Chance beim Scheitern

Scheitern ist eine unangenehme Sache, aber es gehört dazu. Jeder von uns muss lernen, damit umzugehen. Der erste Schritt beginnt damit, dass wir Scheitern nicht mehr mit Versagen gleichsetzen. Gerade Unternehmensgründungen sind riskant, auch wenn dahinter prinzipiell gute Innovationen stehen.

cc(pixelio.de)Bernd Kasper

Mehr denn je brauchen wir in der heutigen Zeit mutige Menschen, die sich trauen, ihren Träumen zu folgen und mit ihrer Idee möglicherweise auch zu scheitern. In Europa wird Scheitern oft sehr negativ interpretiert. Wenn man Insolvenz anmelden muss, ist man sowieso gleich abgestempelt.

Doch es ist wichtig, dass wir auch Misserfolge gut handhaben können. Es ist in Wirklichkeit sogar essenziell für unseren persönlichen Fortschritt und Lernprozess. Die Wirtschaft ändert sich und neue Geschäftsmodelle sind – durch das veränderte Konsumentenverhalten und neue Kommunikationswege – so wichtig wie noch nie.

Besonders in Österreich herrscht ein unternehmerfeindliches Klima. Solange man mit seiner Idee einen guten Start hinlegt, wird man gefeiert, wenn dann nach ein paar Jahren das Projekt schiefgeht, sind alle bisherigen Verdienste sofort vergessen – und die Unternehmer sind Verlierer.

Es fehlt an einer Kultur des Scheiterns, was natürlich dazu führt, dass man noch mehr Mut braucht, um seine Idee in die Tat umzusetzen. Das nimmt vielen die Möglichkeit auf einen Neuanfang, eine Neuorientierung und auf Erfolg beim zweiten Versuch.

Erst wenn man Scheitern als Bestandteil der Wirtschaftskultur akzeptiert, wird echtes Unternehmertum ermöglicht!

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