Fragen im Jobinterview: Zum Werdegang

Ehrlichkeit zahlt sich aus und Kompetenz überzeugt!“

Eine gute Vorbereitung ist wichtig. Mit manchen Fragen kann man im Jobinterview ziemlich sicher rechnen. Versuchen Sie jedoch nicht Antworten auswendig zu lernen, das würde Ihr Gesprächspartner merken. In der Reihe „Fragen im Jobinterview“ stellen wir in 4 Beiträgen häufige Fragen zu folgenden Themen vor:
Person – Werdegang – Unternehmen – Arbeitsstil

Zum Werdegang

Warum haben Sie diese Ausbildung / diesen Beruf gewählt?

Stellen Sie Bereiche Ihres Berufes dar

  • die Sie lieben,
  • die Sie interessieren und
  • die Sie gut können.
Ergänzen Sie, warum Sie sich für eine bestimmte Spezialisierung entschieden haben. Und egal, warum auch immer Sie sich in der Jugend für einen bestimmten Beruf entschieden haben!

Noch besser, wenn Sie in der Lage sind, Ihre Wahl zu begründen. Wenn der Beruf Ihren persönlichen Interessen oder Neigungen entspricht, geht man davon aus, dass Sie motivierter sind. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass Sie den Beruf oder die Ausbildung gewählt haben, weil Ihnen nichts Besseres eingefallen ist.

Warum haben Sie diese Ausbildung / das Studium abgebrochen / nie abgeschlossen?

Zeigen Sie, dass der Abbruch überlegt war und führen Sie gute Gründe dafür an! Stehen Sie dazu und bereuen Sie den Abbruch nicht. Stellen Sie selbstbewusst in den Vordergrund, welche besseren Möglichkeiten sich zu diesem Zeitpunkt für Sie ergeben haben. Vielleicht war das Studium auch zu theoretisch und in der Praxis nicht relevant, …

Welche Weiterbildungen können Sie vorweisen?

Beweisen Sie, dass Ihr Wissen auf aktuellem Stand ist. Das sichert Ihre Chancen.

In welchen Bereichen benötigen Sie noch Weiterbildung?

Zeigen Sie Ihre Bereitschaft, Ihr Wissen auf aktuellem Stand zu halten. Lebenslanges Lernen ist das Gebot der Stunde.

Wie erklären Sie diese Lücke in Ihrem Lebenslauf?

Hier ist Selbstbewusstsein gefragt! Bedenken Sie auch, Sie wurden ja trotz der Lücken im Lebenslauf zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Wenn Sie längere Lücken haben, ist es gut, wenn Sie in dieser Zeit eine Weiterbildung gemacht haben, Sprachkenntnisse erworben haben oder sich andere soziale Kompetenzen angeeignet haben. Stellen Sie dies entsprechend selbstwusst dar! Heutzutage sind Lücken im Lebenslauf eher die Regel als die Ausnahme – selbst längere Auszeiten dürften kein Problem sein, wenn Sie diese gut begründen.

Warum haben Sie Ihren letzten Job verlassen?

Zeitablauf oder das Ende eines Projekts kann der Grund sein. Möglicherweise gab es keine weiteren Aufgaben, die passend für Ihre Qualifikation waren. Rechtfertigen Sie sich nicht!

Warum wollen Sie den Job wechseln?

Ob Sie den Job tatsächlich wechseln möchten, steht zum Zeitpunkt Ihres Bewerbungsgesprächs ja noch nicht fest. Sie gehen mit Interessen und Optionen in die Verhandlung, genauso wie Ihr Gegenüber. Legen Sie sich nicht zu schnell fest! Ob sich für Sie Verbesserungen ergeben, wird sich zeigen. Daher wissen Sie natürlich noch nicht, ob Sie tatsächlich den Job wechseln wollen.

Warum wollen Sie Ihren derzeitigen Arbeitgeber verlassen?

Auf keinen Fall aktuelle Konflikte erwähnen. Ziel dieser Frage ist es auch herauszufinden, ob Sie schnell die Flinte ins Korn werfen oder ob Sie Durchhaltevermögen haben. Erklären Sie, dass Sie neue Ziele und Interessen haben. Oder erwähnen Sie, dass Sie neue Herausforderungen suchen und gehen Sie dabei auf konkrete Punkte der aktuellen Stellenbeschreibung ein.

Was hat Ihnen bei Firma xy am meisten und am wenigsten gefallen?

Hier könnten Sie die „Sandwich-Methode“ anwenden. Nennen Sie Positives, die beruflichen Inhalte betreffend, dann vielleicht etwas was eher Pflicht war und beenden Sie die Antwort mit etwas Positivem. Nennen Sie nichts Persönliches, Kollegen oder das Unternehmen selbst betreffendes Negatives.

Was wollen Sie in fünf Jahren erreicht haben?

Sie sollten Perspektiven entwickelt haben und diese skizzieren können. Wichtig ist allerdings, dass diese mit dem Unternehmen zusammenpassen. Der Personaler möchte mit dieser Frage auch herausfinden, ob Sie den Job nur als kurzes Zwischenspiel betrachten oder ob Sie eine längere Perspektive haben.

Wie lange werden Sie für uns arbeiten?

Auch wenn diese Frage vielleicht explizit so eher nicht gestellt wird, sollten Sie signalisieren, dass Sie an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert sind. Vor allem will der Personalverantwortliche wissen, was Sie zu einer langfristigen Zusammenarbeit motiviert – was Sie als Erfolg und Enttäuschung bewerten, welche Karriereziele Sie haben. Denn auch er muss wissen, welche Erwartungen Sie haben! Und wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden können, gilt es zu überlegen, ob Sie diese Stelle überhaupt antreten sollten. Es ergeben sich sicher bessere Möglichkeiten.

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