Fragen im Jobinterview: Zur Person

Ehrlichkeit zahlt sich aus und Kompetenz überzeugt!“

Eine gute Vorbereitung ist wichtig. Mit manchen Fragen kann man im Jobinterview ziemlich sicher rechnen. Versuchen Sie jedoch nicht Antworten auswendig zu lernen, das würde Ihr Gesprächspartner merken. In der Reihe „Fragen im Jobinterview“ stellen wir in 4 Beiträgen häufige Fragen zu folgenden Themen vor:
Person – Werdegang – Unternehmen – Arbeitsstil

Sie sollten verbotene Fragen erkennen und wissen, dass Lügen ist in manchen Fällen sogar gesetzlich erlaubt ist. Trotzdem solle es aber immer nur der letzte Ausweg sein. Denn ertappt zu werden ist peinlich.

Es ist Ihre Sache, wie Sie mit unangenehmen Fragen umgehen. Oft stellt der Recruiter böse oder kritische Fragen auch nur, um zu sehen, wie Sie reagieren. Einfach um herauszufinden, wie stressresistent, spontan oder kreativ Sie sind.

Zur Person

Erzählen Sie etwas über sich!

Sie sollten die wichtigste Eckpunkte Ihre beruflichen Interessen und Karriereziele betreffend vorbereitet haben. Am besten Sie notieren auf einer Liste die Eckpunkte und jeweils ein paar Worte, was Sie dazu sagen möchten. Warum haben Sie das Studium gewählt? Welche beruflichen Stationen waren bisher für Sie besonders wichtig? Wie arbeiten Sie am liebsten? Überprüft wird mit dieser Frage:

  1. Selbstpräsentation
  2. relevante Themenauswahl
  3. Motivation

Diese erste Frage ist alles andere als eine Aufwärmübung, sie sollte gut vorbereitet sein.

Was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

Eine Frage, die häufig an junge Bewerber gestellt wird, die noch nicht allzu viel praktische Berufserfahrung haben. Hier ist es optimal, wenn Sie in der Schule Lieblingsfächer hatten, die zu Ihrer Berufswahl passen. Wenn dies nicht der Fall war, können Sie vielleicht auf ein anderes Zeugnis verweisen, in dem Sie gute Noten hatten – zum Beispiel auf Ihr Ausbildungszeugnis!

Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?

Diese Frage ziel auf Ihr Sozialverhalten und auf Ihre Charaktereigenschaften ab. Genau das kennen Ihre Freunde, Ihre beruflichen Stärken und Schwächen kennen Ihre Freunde nicht. Beispiele für Charaktereigenschaften und Sozialverhalten sind:

  • übernimmt Verantwortung
  • zuverlässig
  • belastbar
  • wissbegierig
  • engagiert
  • aufgeschlossen
  • gut gelaunt
  • pünktlich
  • ein Organisationstalent
  • zuverlässig
  • vertrauenswürdig
  • sportlich
Vorteilhaft ist es, wenn Sie für einige dieser Fragen Beispiele anführen. Wenn sie für den Job irrelevant ist, können Sie auch mal eine Schwäche erwähnen. Das macht Sie glaubwürdiger.

Wie motivieren Sie sich?

Über diese Frage sollten Sie nicht erst im Vorstellungsgespräch nachdenken. Es geht darum, was Sie tagtäglich antreibt. Es geht nicht darum, warum Sie prinzipiell für dieses Unternehmen arbeiten möchten. Auch hier überzeugen Sie den Personalverantwortlichen am besten, wenn Sie mit anschaulichen Beispielen arbeiten:

  • gute Arbeitsergebnisse motivieren mich gleich für die nächste Aufgabe
  • herausfordernde Aufgabenstellungen erfolgreich lösen
  • ein kreativer Ideenaustausch mit Kollegen
  • ein Telefongespräch mit einem zufriedenen Kunden

Einfach nur zu behaupten motiviert zu sein hebt Sie nicht vom Mitbewerb ab!

Welche Werte sind Ihnen wichtig?

Natürlich sollen Sie sich mit Ihrem Job identifizieren. Hier kommt es aber auch auf die richtige Mischung zwischen beruflichen und privaten Interessen an um einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Ihre Werte bestimmen Ihre Entscheidungen und wer Sie sind. Sie bestimmen Ihr Selbstbild und Ihre Ziele. Je mehr es Ihnen gelingt Ihr Denken und Handeln in Einklang zu bringen, umso zufriedener sind Sie und wirken auch so!

Was ist für Sie wichtiger, Geld oder Zeit?

Seien Sie vorsichtig mit der Antwort! Teilzeit bedeutet heutzutage noch in den meisten Fällen auf Geld und Karriere zu verzichten. Vielen wäre zwar mit flexiblen vollzeitnahen Stellen geholfen. Jedoch haben sich die Arbeitszeitmodelle in den meisten Unternehmen seit über hundert Jahren – seit den Zeiten der Industrialisierung – kaum geändert.

Die Entwicklung, dass Zeit wichtiger ist als Geld, ist in unserer Gesellschaft jedoch unumkehrbar. Zwei Drittel würden sogar für Zeit auf Geld verzichten. Fast jeder wünscht sich in bestimmten Lebensphasen flexiblere Arbeitszeitmodelle – besonders berufstätige Eltern.

Wo liegen Ihre Interessen und Aktivitäten in der Freizeit?

Seien Sie bei der Antwort wählerisch und zählen Sie nur Interessen und Aktivitäten auf die zur angestrebten Stelle passen und die richtigen Subbotschaften vermitteln. Ein bestimmtes Hobby könnte jedoch auch beeindrucken und den Ausschlag geben! Allzu zeitaufwendige Hobbys oder Risikosportarten sollten Sie besser nicht nennen.

Engagieren Sie sich ehrenamtlich?

Wenn das Ehrenamt einen Bezug zu Ihrem Job hat, können Sie es nennen. Es kann auch ein Nachweis für Ihre sozialen Kompetenzen sein.

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