„Big Brother is watching you“ versus freie Arbeitszeiteinteilung – wie Covid-19 (auch) die Arbeitszeiterfassung revolutioniert

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Drehen wir die Uhr um ein Jahr zurück: Arbeiten im Home-Office war Anfang 2020 eine Sonderregelung für Ausnahmesituationen – mittlerweile habe sich viele Arbeitnehmer – zumindest temporär – an das Arbeiten in den eigenen vier Wänden gewöhnt. Neben der – schon rein physisch – notwendigen Neuorganisation von Berufs- und Privatleben sind auch Anforderungen wie korrekte Arbeitserfassung und -überwachung den neuen Gegebenheiten anzupassen – und einem rechtlichen Check zu unterziehen.

Covid-19 fungiert gleichsam als Katalysator für die digitale Transformation und akzeleriert viele Aspekte der sich ohnehin rasant verändernden Arbeitswelt. Aber auch in der „New World“ gelten grund- und arbeitsrechtliche Vorgaben wie Fürsorge- und Treuepflicht im Arbeitsverhältnis. Was sind also die Dos and Don’ts für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Zeiten von virtuellen Teamsitzungen, digitaler Kommunikation und fehlenden physischen Kontrollmöglichkeiten?

Im neuesten Blogbeitrag von Otti & Partner finden Sie neben der aktuellen Rechtslage Möglichkeiten der (digitalen) Zeiterfassung sowie Tipps, was moderne Zeiterfassungssysteme leisten sollten – mit Hinweisen fürs rechtskonformes Verhalten unabhängig vom Arbeitsort.

Telearbeit & Arbeitszeit

Quelle: WKO: Telearbeit & Arbeitszeit https://www.wko.at/service/arbeitsrecht-sozialrecht/Telearbeit-und-Arbeitszeit.html

Vielfach wird behauptet und auch in Massenmedien publiziert, Telearbeit werde nicht durch das Gesetz geregelt. Es gäbe Graubereiche, weshalb es besonders notwendig sei, die Rahmenbedingungen in einer Telearbeitsvereinbarung zu regeln. Überdies wird die Auffassung vertreten, das Arbeitszeitgesetz sei „nur grundsätzlich“ anzuwenden. Diese Behauptungen sind unrichtig. Das Gegenteil ist der Fall.

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Standpunkt der EU

Quelle: fachanwalt.de-Redaktion, letzte Aktualisierung am: 23. Februar 2021

Am 14. Mai 2019 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein Urteil erlassen, dass alle EU-Staaten verpflichtet, Systeme zur ganzheitlichen Arbeitszeiterfassung einzuführen, und zwar unabhängig, ob es sich um Überstunden handelt oder um Normalarbeitszeit. Dabei ist die betriebliche Situation zu berücksichtigen (Kleinbetriebe, große Unternehmen, Konzerne).

Es muss sich, so der Text des Urteils sinngemäß, um “ein objektives, verlässliches und zugängliches System handeln, mit dem die von jedem Arbeitnehmer täglich geleistete Arbeitszeit gemessen werden kann“. Dieses Urteil ist noch nicht in das nationale Recht eingeflossen, die Verpflichtung dazu besteht jedoch mit der Einschränkung, dass “dabei … den Besonderheiten des jeweiligen Tätigkeitsbereiches oder Eigenheiten … bestimmter Unternehmen Rechnung … zu tragen ist“.

Wird dieses Urteil in nationales Recht übergeführt, dann kann dies dazu führen, dass mehr Arbeitgeber als bisher der Dokumentationspflicht unterliegen. Weitere Auswirkungen sind möglich:

  • Unbezahlte Mehrarbeit wird zurückgehen. Die klassischen Kundentelefonate am Heimweg oder am Abend, kurze Besprechungen nach der eigentlichen Arbeitszeit, Kundenbesuche am Wochenende: Studien ist zu entnehmen, dass mehr als zwei Drittel aller Arbeitnehmer*innen regelmäßig unbezahlt länger arbeiten. Die Aufzeichnungen betroffener Arbeitnehmer haben ungleich höhere Beweiskraft.
  • Das Modell der Vertrauensarbeitszeit wird Geschichte, doch der bürokratische Aufwand steigt, unbezahlte Überstunden gehen gegen Null. Zwei Faktoren, die bei hauptsächlich bei kleineren Unternehmen nicht unwesentlich sind.
  • Überstunden sind leichter gerichtlich durchsetzbar. Wenn es eine generelle Aufzeichnungspflicht gibt verschiebt sich die Beweislast (angeordnet; geleistet) in Richtung Arbeitgeber.

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Möglichkeiten und Tipps für moderne Zeiterfassung nach deutschem Recht

Quelle: fachanwalt.de-Redaktion, letzte Aktualisierung am: 23. Februar 2021

COVID-19 und Home-Office, Arbeit von zuhause, bedingen neue Formen der Arbeitszeiterfassung. Terminal und Stundenzettel werden durch “Stempeluhr-Apps” abgelöst. Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber steigen die Anforderungen an Nachvollziehbarkeit und Transparenz. Die Übertragung erfolgt auf elektronischem Weg ins firmeneigene Personalsystem. Ein Vorteil für den Arbeitgeber: Er kann der Beweispflicht bei einer möglichen rechtlichen Auseinandersetzung, in vollem Umfang Genüge tun.

Die Arbeitszeit ist die Leistung, die der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber aufgrund des Arbeitsvertrags schuldet. Auf beiden Seiten sollte das Gefühl bestehen, dass dieses Verhältnis ausgeglichen ist. Deshalb sind Systeme zur Zeiterfassung von entscheidendem Nutzen, da sie Transparenz und die Möglichkeit der Kontrolle schaffen. Dahinter steht ein breites Regelwerk, denn das Pendel schwingt zwischen möglichst hoher Selbstbestimmung bis zur gänzlichen Überwachung der Mitarbeiter*innen. Arbeitszeiterfassung kompakt betrachtet für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

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Top Jobs Aktuell

Bezirk Baden, NÖ: IT-Systemadministrator (m/w/d)

Für unseren Kunden, ein international tätiges Konzernunternehmen im Bezirk Baden, suchen wir zur Verstärkung des IT-Teams eine/n engagierte/n Systemadministrator/in mit hoher Serviceorientierung und analytischer Denkweise zum sofortigen Eintritt.

Bzirk Baden, NÖ: C++ Softwareentwickler (m/w/d)

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Graz, Steiermark: Elektroplaner Glasfaser Graz (m/w/d)

Für unseren Kunden, ein dynamisches, österreichweites Unternehmen im Bereich Elektrotechnik, suchen wir zur Verstärkung des Teams in Graz ab sofort eine/n erfahrene/n und engagierte/n Elektroplaner für den Glasfaserausbau (m/w/d)

Wien Süd: Elektrotechniker-Planung-Innendienst (m/w/d)

Für unseren Kunden, ein dynamisches, österreichweites Unternehmen im Bereich Elektrotechnik, suchen wir zur Verstärkung des Teams in Wien Süd ab sofort eine/n erfahrene/n und engagierte/n Elektrotechniker für die Planung und den Innendienst (m/w/d)

Wien: Frontend Entwickler TZ Remote-Work (m/w/d)

Für unseren Kunden, einen stark wachsenden Finanzdienstleister, suchen wir für Wien zur Verstärkung für die Webentwicklung einen Remote-Work Frontend Entwickler m/w/d für mindestens 20 Stunden

Wien: Backend Entwickler TZ/VZ Remote-Work (m/w/d)

Für unseren Kunden, einen stark wachsenden Finanzdienstleister suchen wir für Wien zur Verstärkung für die Webentwicklung einen Remote-Work Backend Entwickler m/w/d, TZ/VZ

Wien: Fullstack Entwickler VZ Remote-Work (m/w/d)

Für unseren Kunden einen stark wachsenden Finanzdienstleister suchen wir für den Standort Wien zur Verstärkung der Webentwicklung für Remote-Work einen Fullstack Entwickler VZ m/w/d

Wien: Buchhalter/in (m/w/d)

Unser Kunde ist eine renommierte Steuerberatungskanzlei mit Sitz im 3. Bezirk in Wien. Zur Unterstützung des Teams suchen wir zum ehestmöglichen Eintritt eine/n erfahrene/n Buchhalter/in (m/w/d).

Wien: Mitarbeiter Spezialist Forderungs- und Kreditmanagement (m/w/d)

Unser Kunde ist ein etabliertes Großhandelsunternehmen mit Sitz in 1020 Wien. Zur Verstärkung des bestehenden Teams suchen wir eine/n erfahrene/n und teamfähige/n Mitarbeiter im Forderungs- und Kreditmanagement (m/w/d)

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Autorin: Sylvia Metenczuk, Juristin und Kommunikationsberaterin