Hybride Arbeitsmodelle – die Zukunft?

Ein sonniges Leben beginnt unter Microsofts® dreihundertfünfundsechzig Wolken. Teamviewer ist schon längst installiert.  Zoom und Teams sind bereits mit der nigelnagelneuen Webcam und auch mit all den lieben Kollegen verbunden. Das winzige Computertischchen hat ausgedient. Es wurde gegen einen Vollfunktionsarbeitstisch frisch vom Möbelhaus ersetzt. Der alte Küchensessel musste einem top-ergonomischen Komfortgestühl weichen. Der unwiderstehliche Charme eines Großraumbüros macht sich im Wohnzimmer breit. Doch zumindest bleibt die Strapaz der täglichen Fahrt zur Arbeit erspart. Und die Freizeit kann endlich flexibel eingeteilt werden. Wie herrlich, … den Chef sieht man neuerdings auch nicht so häufig. Und es gibt viel mehr Zeit für Familie und Freunde! Oder so. Oder so ähnlich.

Heimarbeit muss passen

Zugegeben – hybride Arbeitsmodelle sind kein Allheilmittel! Soziale Kontakte sind oftmals stärker eingeschränkt. Nicht jeder Haushalt ist für das Arbeiten zu Hause geeignet. Sei es durch räumliche Einschränkungen, Kinder, die betreut werden wollen, oder einfach nur technische Gegebenheiten. Auch Partner, die vielleicht gar zeitgleich zu Hause arbeiten müssen, stehen vor völlig neuen Herausforderungen.

Daraus ergibt sich die sehr individuell zu betrachtende Frage, ob und in welchem Rahmen eine Kombination aus Homeoffice und Büro möglich ist. Doch die Vorteile liegen auf der Hand!

Obwohl es – rein technisch betrachtet – die Möglichkeit für Homeoffice bereits seit vielen Jahren gibt, hat sich Heimarbeit erst mit dem letzten Jahr so richtig etabliert. Waren hybride Arbeitsmodelle nur bestimmten Personengruppen oder Branchen vorbehalten, gehören sie heute zum Arbeitsalltag für viele Unternehmen und Arbeitnehmer*innen. Verändert haben sich auch die Anzahl der Stunden/Tage pro Woche sowie Wochentage an sich. Waren Freitage und Fenstertage zuvor die Klassiker, hat sich heute dieses Denken grundlegend gewandelt.

Hybrid Working und die Flexibilität

Eine selbstständige Arbeitszeiteinteilung, wenn auch durch Kern- oder Anwesenheitszeiten mit dem Arbeitgeber geregelt, bietet durchaus Vorteile. Abgesehen vom Wegfallen der Fahrt ins Büro und der Zeitersparnis, lassen sich zu Hause nun doch mehr private Dinge parallel erledigen. Sei es ein spontaner Erholungsspaziergang, ein rascher Gang zur Post oder auch die Möglichkeit, sich gesünder zu ernähren und selbst das Essen frisch zuzubereiten. Vielleicht entfällt auch der oft enorme Zeitdruck rund um die Versorgung der Kinder vor und nach der Arbeit. Es gibt keinen Querelen zwischen Kolleg*innen bezüglich Raumtemperatur oder zu lauter Musikuntermalung. 

Diese Flexibilität der modernen hybriden Arbeitsmodelle bedeutet umgekehrt auch Verantwortung und Selbstdisziplin. Natürlich wäre es nett, lange schlafen zu dürfen und sich im Jogger an den PC zu setzen. Und doch ist es ein normaler Arbeitstag. Ein Tag voll der Erwartung, konstant erreichbar zu sein und zuverlässig die Aufgaben erledigt zu haben.

Hybrid Working und der Umweltgedanke

Sehen wir uns die aktuellen Zahlen rund um die Zeit vor und nach Corona an, soll der Berufsverkehr sich deutlich reduziert haben. Glaubt man den Statistiken, die sich über verschiedene Quellen aus dem Internet lesen lassen, gab es März 2020 in Österreich eine Reduktion von 50 % des Verkehrs auf den Straßen und auch eine erhebliche Einschränkung bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier werden Zahlen zwischen 40 % bis 80 % genannt.

Stand Jänner 2021 sollen bis zu 40 % der Berufstätigen zumindest teilweise zu Hause ihren Job verrichten. Es scheint sich dabei um keinen vorübergehenden Trend zu handeln. Eher das Gegenteil ist der Fall. Unternehmen denken um: Bürofläche braucht Raum und Geld. Die einmaligen Spesen für die Ausrüstung des Personals für zumindest zeitweises Homeoffice sind weit weniger kostenintensiv.

Auch Büroplanungsfirmen und Ausstatter stehen vor neuen Aufgaben. Büroarbeitsplätze werden zur innovativen Teilzeitnutzung (Stichwort: Desk Sharing) umgestaltet. Mehr Flexibilität ist angesagt. Im Gegenzug erhalten die oftmals sehr unpersönlichen Besprechungsräume die neue, attraktivere Funktion eines Ortes für multimediale Kommunikation und des ungezwungenen Beisammenseins.

Neue Arbeitsformen benötigen neue Normen

Das Arbeits- und Sozialrecht in Österreich bietet den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern größtmögliche Sicherheit am Arbeitsplatz.

Doch wie sieht es aus, wenn im Zuge von Hybrid Working der Arbeitsplatz plötzlich zu Hause ist? Wie sieht es mit der Erfassung der Stunden aus und wie sind die Pausen geregelt? Und woher kommen die Arbeitsmittel?

Die WKO spricht von einem Homeoffice-Maßnahmenpaket:  In einer Punkteliste wurden gemeinsam mit den Sozialpartnern Regelungen für die Heimarbeit ausformuliert. 

Dabei wurden Themen wie Arbeitsrecht, Arbeitnehmerschutz, Freiwilligkeit, Arbeitsmittel, Aufwandsersatz, Steuern, Haftung oder Versicherung neu definiert.

Homeoffice-Pauschale

Der Unternehmer kann seinen Arbeitnehmern eine Homeoffice-Pauschale ausbezahlen. Das Homeoffice-Pauschale beträgt bis zu € 3,- pro Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer seine berufliche Tätigkeit auf Grund einer mit dem Arbeitgeber getroffenen Vereinbarung ausschließlich in der Wohnung ausübt. Das Pauschale steht für höchsten 100 Tage im Kalenderjahr zu. Diese Zuwendung ist steuerfrei. Übersteigt das von mehreren Arbeitgebern nicht steuerbar ausgezahlte Homeoffice-Pauschale insgesamt den Betrag von € 300 pro Kalenderjahr, stellt der übersteigende Teil steuerpflichtigen Arbeitslohn dar.

Ausgaben für ergonomisch geeignetes Mobiliar

Eine zweite Neuerung für Arbeitnehmer sieht vor, dass Ausgaben für ergonomisch geeignetes Mobiliar (insbesondere Schreibtisch, Drehstuhl, Beleuchtung) eines in der Wohnung eingerichteten Arbeitsplatzes bis zu insgesamt € 300 (Höchstbetrag pro Kalenderjahr) als Werbungskosten abgesetzt werden können. Hierzu muss der Arbeitnehmer zumindest 26 Homeoffice-Tage im Kalenderjahr geleistet haben. Übersteigen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten insgesamt den Höchstbetrag, kann der Überschreitungsbetrag innerhalb des Höchstbetrages jeweils ab dem Folgejahr bis zum Kalenderjahr 2023 geltend gemacht werden. Wird die steuerfreie Zuwendung des Arbeitgebers (Homeoffice-Pauschale) nicht voll ausgenutzt – bleibt also unter € 3 pro Homeoffice-Tag – kann die Differenz vom Arbeitnehmer auch als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Quelle: Neues Homeoffice-Gesetz
Mag. Renate Otti, Wirtschaftstreuhänderin & Steuerberaterin

Mehr dazu erfahren Sie auch unter

Autor: Walter Bach, IT-Consultant & Unternehmensberater

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